Environmental Computing am Leibniz-Rechenzentrum

Environmental Computing Leibniz-Rechenzentrum
Mit Environmental Computing will das LRZ Umwelt- und Geoforschung unterstützen © LRZ

Intensive und umfassende Forschung bringt immer auch eine große Menge an Daten mit sich. Um diese speichern und verarbeiten zu können benötigt man entsprechende Rechenleistung, die Forschungseinrichtungen nur in den aller seltensten Fällen selbst aufbringen können. Dieses Problem betrifft auch die Klima- und Umweltforschung. Daher möchte das Leibniz-Rechenzentrum diese unter dem Schwerpunkt Environmental Computing unterstützen.

Leibniz-Rechenzentrums, kurz LRZ, der Bayerischen Akademie der Wissenschaften hat Kunden in den verschiedensten Forschungsbereichen, unter anderem auch Kunden aus Umwelt- und Geowissen­schaften. Im Jahr 2014,  im Rahmen Partnerschaftsinitiative Computational Sciences (πCS), begann die Einrichtung damit, Maßnahmen zu ergreifen und eine Reihe von Aktivitäten unter dem Schlagwort „Environmental Computing“ zusammenzufassen, um eine engere Zusammenarbeit mit den Umweltwissenschaften zu fördern. So sollen die Anforderungen der betroffenen Forscher, die sich in mancher Hinsicht von denen anderer wissenschaftlicher Untersuchungen unterscheiden, besser verstanden und bedient werden können.

Die Bayerischen Akademie der Wissenschaften betont dabei, wie wichtig es ist, dass Wissenschaft, Behörden und Industrie eng miteinander kooperieren, um im Krisenfall über die notwendigen Informationen für Entscheidungen zu verfügen. So benötigen insbesondere Einsatzkräfte und Behörden, die für Umweltschutz, Gefahrenabwehr oder Katastrophenschutz zuständig sind, einen schnellstmöglichen Zugriff auf verlässliche Daten der Wissenschaftler.  Unter diese Prämisse sollen die Modelle der Umweltwissenschaftler gezielt in operationelle IT-Dienste überführt werden.

Der Schwerpunkt Environmental Computing umfasst aktuell insgesamt 4 Projekte, wobei es mit dem „Virtuellen Alpenobservatorium“ (VAO-II) und „ClimEx“, einem Klimaprojekt in bayerisch-kanadischer Kooperation, startete. In diesem Jahr dann sind die „Hinweiskarte Oberflächenabfluss und Sturzflut“ (HiOS) und „Virtual Water Values“ (ViWA) neu gekommen. Ersteres ist ein vom Bayerischen Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gefördertes Projekt zu Sturzfluten in Bayern. Letzteres wiederum ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Projekt im Bereich der weltweit nachhaltigen Wassernutzung in der Landwirtschaft. Darüber hinaus sind zwei weitere Projekte in Planung, zum einen „BioClis“, das den Einfluss der Luftqualität auf die Gesundheit thematisiert und bereits im Oktober starten soll, zum anderen ein Projekt zum Wassermanagement in Bayern, sodass der Bereich bald sechs Drittmittelprojekte umfassen wird.

Das LRZ unterstützt diese Projekte und die dahinter stehenden Forscher dabei, die zur Verfügung gestellten Hochleistungsrechner bei der Auswertungen möglichst effizient einzusetzen. Außerdem wird in enger internationaler Kooperation eine IT-Infrastruktur für die Nutzung der im Projekt gesammelten Forschungsdaten aufgebaut.

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