Energiefabrik Kaugummi

Forscher prüfen, wie Kaugummikauen zu nutzbarer Energie wird

Montreal – Alternative Energiequellen sind in. Unzählige Forscher suchen nach immer neuen Wegen, um Energie nachhaltig, sprich sauber, zu erzeugen. Jetzt ist es Wissenschaftler der École de technologie supérieure (ÉTS) in Montreal (Kanada) gelungen, bei einer besonders lässigen Betätigung das eine oder andere Joule „herauszupressen“.

Mit Kaugummikauen soll jetzt nicht die Energiewende geschafft werden, vielleicht aber der Strom, um kleine Geräte zu betreiben.

Wie funktioniert das kleine Ein-Mann-Kraftwerk? Um das Kinn wird ein Kinngurt, der aus einer piezoelektrischen Verbundfaser (PFC) besteht, gespannt. Wenn PFC bewegt wird, entsteht eine elektrische Spannung. Bei den Kaubewegungen seien Leistungen von 18 Mikrowatt erzeugt worden.

Kaubewegungen erzeugen Strom
Diese Energie würde ausreichen, um kleinste Geräte, zum Beispiel ein Hörgerät, zu betreiben. Allerdings könnte man durch weitere Lagen PFC die Strommenge multiplizieren, erläuterte Mitentwickler Dr. Aidin Delnavaz. Kaubewegungen seien somit eine vielversprechende Methode der Energiegewinnung im Bereich „Energy Harvesting“ (Anm. d. Red. Energy Harvesting nennt man die Gewinnung von elektrischer Energie in kleinen Mengen aus dem Umfeld elektronischer Geräte für deren Betrieb).

Die Forschung steckt freilich noch in den Weisheitszähnen. Bis nutzerrentable Stromerzeugung stattfinden kann, bedarf es noch einiger Forschungsarbeit.

Zum Training kann jeder schon einmal munter drauf los kauen. Man reiht sich somit ein in eine Gruppe mit John Wayne, James Dean, Doris Day und Uschi Obermaier.

Zu guter Letzt – um auch wirklich nachhaltig Strom zu erzeugen – bedarf es einer fachgerechten Entsorgung des nicht mehr benötigten Kaugummis. Nämlich in Papier gewickelt entsorgt im Mülleimer.

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