Deutscher Nachhaltigkeitspreis für Forschungsprojekte zur Klimaresilienz

Zum zehnten Mal prämiert die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) herausragende nachhaltigkeitsbezogene Forschungsleistungen. In diesem Jahr lag der Fokus auf Lösungen zum Umgang mit Extremwetterereignissen und den Auswirkungen des Klimawandels für Städte und Regionen. Drei Projekte stehen im Finale um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Forschung. Bis zum 15. November können Sie unter www.forschungspreis.de für den Sieger abstimmen.

„In diesem Jahr haben wir in Deutschland die Auswirkungen von Extremwettereignissen besonders schmerzlich zu spüren bekommen“, so Bundesforschungsministerin Anja Karliczek“. „Durch die schweren Überschwemmungen im Sommer ist einmal mehr deutlich geworden, wie wichtig der Kampf gegen den Klimawandel ist, aber auch, dass wir uns besser auf klimatische Veränderungen vorbereiten müssen. Wir brauchen vielfältige Maßnahmen, damit Staat, Gesellschaft, Unternehmen und Infrastruktur für Wetterextreme wie Hochwasser und Hitzewellen bestmöglich gerüstet sind. Forschung kann uns Lösungswege aufzeigen. Mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis Forschung prämieren wir in diesem Jahr Forscherinnen und Forscher, die sich mit diesem für unsere Zukunft entscheidenden Thema beschäftigen. Die Expertenjury hat drei vielversprechende Ansätze ausgewählt. Jetzt haben die Bürgerinnen und Bürger die Wahl und entscheiden, wer gewinnt.“

Die Finalisten

Die Sieger des Forschungspreises werden in Kooperation mit der Wissenschaftssendung „nano“ (3sat) über ein Online-Voting ermittelt. Die drei Finalisten werden in der ersten Novemberwoche bei nano vorgestellt Am 3. Dezember 2021 erhält das Siegerprojekt im Rahmen der Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises in Düsseldorf die Auszeichnung.

HeatResilientCity

Das Konzept belegt die Abhängigkeit des Innenraumklimas vom lokalen Freiraumklima und macht sie zum Ausgangspunkt des Projektes. Forschungsorte sind eine Großwohnsiedlung in Dresden und ein stark verdichtetes Gründerzeitquartier in Erfurt. Das Projekt bezieht neben wissenschaftlichen Erkenntnissen auch Bürgerwünsche ein, da vor allem eine hohe Lebensqualität in Städten während Hitzeperioden im Fokus steht. Aus den gemessenen Daten, Modellsimulationen, Bewohnerbefragungen und Recherchen konnten Anpassungsmaßnahmen für Städte abgeleitet werden. Sie beinhalten u.a. Hinweise darauf, wie Gebäude und Freiflächen hitzeresistenter gestaltet werden sollten. Umgesetzt wurden in den Quartieren unter anderem eine hitzeangepasste Haltestelle, Trinkwasserstationen, eine Blühwiese, Baumpatenschaften und Bewässerungsinitiativen. Anhand der Modellquartiere gelang der Nachweis, welche Maßnahmen klimatisch wirksam, sozial gerecht und nutzerakzeptiert sind. Das Forschungsprojekt liefert Empfehlungen, die eine nachhaltige Stadtentwicklung ermöglichen und sowohl Klima als auch Bewohner/innen nutzen.

Grüne Stadt der Zukunft – klimaresiliente Quartiere in einer wachsenden Stadt

Das Projekt verfolgt einen inter- und transdisziplinären Ansatz. Die Entwickler stellen sich dem Problem der Flächenkonkurrenz zwischen grünen Infrastrukturen und neuem Wohnraum in Städten. Durch die Kombination von Erkenntnissen unterschiedlicher Fachdisziplinen mit Praxiserfahrungen werden am Beispiel München innovative Lösungen für den Umgang mit Klimawandel folgen in Städten erarbeitet. Ziel des Forschungsvorhabens sind Handlungsansätze für Städte und Regionen, die eine Orientierung für Planungsprozesse unter Einbeziehung von Klimaschutz und extremen Wetterereignissen bieten. Das Forschungsteam konnte verdeutlichen, welche subjektiven und objektiven Wirkungen grüne Infrastrukturen in Städten haben und wie diese durch den richtigen Einsatz von stadtplanerischen Instrumenten für eine klimaresiliente Zukunft eingesetzt werden können. Die frühzeitige Verknüpfung von Stadtplanung mit Klimaschutz und Klimaanpassung erweist sich als wichtiger Impuls für zukünftiges kommunales Handeln.

LoKlim

In Zusammenarbeit mit drei Kommunen und drei Landkreisen in Baden-Württemberg analysierten die Forscher/innen deren Klimabetroffenheit, um spezifische Anforderungen an Anpassungsmaßnahmen herauszuarbeiten. Es entstanden Ansätze und Methoden für lokal-spezifische Klimawandelanpassungen in Form eines „Prozesspfades“, deren Umsetzung in den Kommunen und Landkreisen wissenschaftlich begleitet werden soll. Die beteiligten Kommunen und Kreise erhalten Unterstützung bei der Integration entsprechender Maßnahmen in ihre Verwaltungsabläufe und bei der effektiven Umsetzung der jeweiligen Maßnahmen. Durch fachspezifischen Austausch innerhalb und zwischen den Kommunen und Landkreisen können die Akteure Praxiswissen hinzugewinnen und vertiefen, das für zukünftige Stadtentwicklung notwendig ist. Das Forschungsvorhaben ermöglicht es kleinen und mittleren Kommunen und Landkreisen entsprechend ihrer zur Verfügung stehenden Ressourcen Handlungsansätze zu erarbeiten und umzusetzen.

Deutscher Nachhaltigkeitspreis

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis ist die nationale Auszeichnung für Spitzenleistungen der Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Kommunen und Forschung. Mit über 1.000 Bewerbern und 2.000 Gästen zu den Veranstaltungen ist der Preis der größte seiner Art in Europa.
Abstimmen unter: www.forschungspreis.de

Quelle: https://www.nachhaltigkeitspreis.de/

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