Wie fahrradfreundlich ist eigentlich Ihre Stadt?

Nun bewährt sich eine fahrradfreundliche Politik

Diese Frage stellt der ADFC Fahrradklimatest allen Radlern. Denn wie attraktive Städte und lebenswerte Gemeinden für den Fahrradfahrer aussehen, können diese wohl selbst am besten beantworten.

Beim diesjährigen ADFC Fahrradklimatest kann jeder mitmachen – egal wie oft, wie lange oder ob man überhaupt ADFC Mitglied ist. Denn je mehr Menschen sich daran beteiligen, umso repräsentativer sind natürlich auch die Ergebnisse der Umfrage, die der ADFC zusammen mit dem Bundesverkehrsministerium durchführt. Außerdem muss jede Stadt, die in die Ergebnisliste aufgenommen werden möchte, Mindestteilnehmerzahlen aufweisen. Das motiviert zur Teilnahme! So benötigen Städte und Gemeinden bis 100.000 Einwohner mindestens 50 Teilnahmen, Städte zwischen 100.000 und 200.000 Einwohnern mindestens 75 Teilnahmen und Städte über 200.000 Einwohner mindestens 100 Teilnahmen.

Der Fragebogen kann online entweder per Tablet, Smartphone oder PC ausgefüllt werden. Auch der QR-Code auf Flyern und Plakaten leitet direkt zur Umfrage. Die 27 Fragen lassen sich schnell in 5-10 Minuten beantworten. Falls eine Frage auf die eigene Gemeinde nicht zutrifft – etwa weil es keine Einbahnstraßen oder Ampeln gibt –, kann der Mitmachende einfach weiterklicken. Auf lokale Probleme oder Besonderheiten kann schließlich am Ende der Umfrage hingewiesen werden. Und wer in mehreren Städten und Gemeinden mit dem Rad unterwegs ist und eine gute Ortskenntnis besitzt, der bewertet einfach auch die anderen Städte. Mitmachen kann man noch bis zum 30. November 2014. Wer jetzt schon einmal schauen möchte, wie hoch die Beteiligung der Bürger in der eigenen Stadt ist und ob man nochmal kräftig die Werbetrommel rühren sollte: Das Zwischenergebnis ist hier einsehbar.

Bereits 2012 haben sich über 80.000 Radler an der Umfrage beteiligt. Der ADFC zeigte sich begeistert. Damals war Münster bereits zum zweiten Mal Sieger der Umfrage. Doch der Vorsprung war damals nicht mehr so deutlich wie im Jahr 2005, Freiburg beispielsweise folgte dicht auf. Karlsruhe gehörte als Großstadt zumindest in Süddeutschland zu den heimlichen Gewinnern. Dies bestätigt auch ein seit wenigen Jahren zu beobachtender Trend: Das Thema Radverkehr und –infrastruktur ist immer mehr in den Fokus der Städte gerückt. Nicht verwunderlich, denn die Zahl der Radfahrer steigt jährlich, gleichzeitig steigt auch der Ausbau an Leihsystemen für Räder stetig an. Im Zuge dessen haben viele Städte und Gemeinden in neue Radwege investiert, alte erneuert und Fahrradampeln installiert. Ob sich diese Bemühungen nun in der öffentlichen Meinung widerspiegeln, klärt der Fahrradklimatest. Die Ergebnisse sind schließlich der Gradmesser dafür, wie fahrradfreundlich die Stadt angesehen wird. Zudem profitiert auch das Bundesministerium davon, denn schließlich ist sein Ziel, den Anteil der Radfahrer bis zum Jahr 2020 von 10 auf 15 Prozent zu erhöhen.

So führt Jan Mücke, Parlamentarischer Staatsekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung aus: „Viele Städte wurden in ihrem Engagement für die Radverkehrsförderung bestätigt. Und Städte, die erst am Anfang der Radverkehrsförderung stehen, werden zur Nachahmung motiviert.“ Denn auffällig bei den Ergebnissen des Fahrradklimatests 2012: Vor allem die Städte, bei denen die Radverkehrsförderung ganz oben steht, landeten in der Rangliste weit vorne.

 Die Ergebnisse der Umfrage werden schließlich im Februar nächsten Jahres veröffentlicht – und können mit Spannung erwartet werden.

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