Solar-Dreirad im Selbstbau

Solar-Dreirad; Screenshot: http://www.youtube.com/watch?v=6PAQqdvuSyM

Solar-Mobile sind zwar stark im Trend, aber bezahlbare Angebote leider derzeit noch Mangelware. Der pakistanische Student Farrukh Khan hat  sich diesem Problem tatkräftig gewidmet und in gerade einmal 18 Tagen an der University of Engineering and Technology Lahore ein solarbetriebenes Dreirad gebaut.

Im Vergleich zu den sonst üblichen Marktpreisen von Solar-Fahrzeugen erscheinen die dabei entstandenen Kosten von gerade einmal 46.470 Pakistanische Rupien – umgerechnet etwa 370 Euro – für das 60 Kilogramm schwere und 2,13 Mal 1,06 Mal 1,37 Meter große Gefährt geradezu lächerlich. Wer nun auch so ein Gefährt möchte, wird vielleicht enttäuscht sein zu erfahren, dass das Solar Powered Reverse Trike namens „Solaron“ nicht im Handel erhältlich ist. Handwerklich Begabte können aber – dank einer von Farrukh Khan auf instructables.com veröffentlichten detaillierten Bauanleitung– selbst zur Tat schreiten und sich ihr eigenes Solar-Dreirad bauen.

Das fertige Solaron verfügt über einen 24 Volt Elektromotor und erreicht laut Angaben des 21-jährigen Studenten eine Geschwindigkeit von 30 Kilometer pro Stunde. Das an einen Baldachin erinnernde Dach des „umgekehrten“ Dreirads ist mit 40-Watt-Photovoltaikzellen bestückt und lädt automatisch die eingebauten zwölf Volt und 80Amperestunden Akkus mit sauberem Solarstrom. Mit einer vollständig geladenen Batterie kann es dann geräusch- und emissionslos etwa 70 Kilometer weit fahren.

Ich finde, dass Farrukh Khan mit seinem Solaron ein wirklich beeindruckendes Gefährt gelungen ist. Dass er eine derart detaillierte Schritt-für-Schritt-Bauanleitung mit vielen Fotos kostenlos ins Netz stellt, zeigt außerdem, dass es dem Studenten um die Sache an sich geht und nicht darum möglichst schnell Geld aus seiner Erfindung zu machen.

Matthias Schaffer

1 Kommentar

  • Cooles Teil. Werde mir auf jeden Fall die Bauanleitung herunter laden. Fraglich ist nur, ob man mit diesem Ding in Deutschalnd am Straßenverkehr teilnehmen darf. Wenn das nicht erlaubt ist, wäre das sehr schade. Bauen würde ich es nämlich schon gerne und wenn ich es baue, dann muss ich es auch fahren dürfen 🙂