TwoGo – zwei Pendler, ein Auto

Pendler müssen nicht mehr allein fahren

Die Deutschen sind in ihrer Mobilitätsform flexibler geworden. Vor allem jüngere Menschen ziehen das Fahrrad dem eigenen Auto vor. Radelten im Jahr 2002 noch 10 Prozent, so nutzten 2014 bereits 15 Prozent das Fahrrad. Die Entwicklung der jungen Autobesitzer verhält sich dagegen rückläufig: Haben 2002 rund 83 Prozent der Befragten zwischen 18 und 35 Jahren ein Auto zur Verfügung gehabt, sind es elf Jahre später über zehn Prozent weniger. 

Doch manchmal geht es eben mit dem Auto doch schneller. Gerade auf dem Arbeitsweg möchten viele Zeit sparen und ziehen das Auto den öffentlichen Verkehrsmitteln vor. Wer dies dennoch umwelt- und klimabewusst tun möchte, der kann sich nun bei TwoGo anmelden. Die Mitfahrplattform funktioniert auf ähnliche Weise wie mitfahrgelegenheit.de oder blablacar, Zielgruppe sind jedoch die Pendler.

Die Plattform wurde speziell auf die Bedürfnisse dieser zugeschnitten, dementsprechend unterscheidet sich das Angebot in wesentlichen Punkten von der Konkurrenz. Die Anmeldung und das Eintragen der Fahrt erfolgen dabei wie gewohnt: Nach Anlegen eines Profils können Fahrten angeboten oder Fahrtwünsche geäußert werden. Die maximale Umwegszeit, Uhrzeit, Abfahrtspunkt oder Personenkreise, mit denen man nicht fahren möchte, können dabei vermerkt werden. Das Anlegen von persönlichen Fahrtwünschen kann man entweder über die Webanwendung, mobile Apps oder – und das ist eine Besonderheit von TwoGo – über Terminanfragen im persönlichen Kalender verwalten. TwoGo sucht anhand der Eingaben des Nutzers anschließend nach einer passenden Mitfahrgelegenheit. Hat man eine passende Mitfahrgelegenheit gefunden, so wird ab Beginn der Fahrt dem Mitreisenden der aktuelle Standpunkt des Fahrers auf dem Handy angezeigt. Hierfür wird TwoGo von HERE unterstützt, der cloudbasierten Navigationssoftware von Nokia, die Karten- und Standortfunktionen über diverse Oberflächen und Betriebssysteme hinweg bietet.

Der Schwerpunkt der von SAP entwickelten Mitfahrplattform liegt allerdings auf Berufspendlern. Im Zuge dessen bietet TwoGo speziell für Unternehmen die Entwicklung einer unternehmensinternen Plattform an. Ähnlich wie bei Match Rider können dadurch alle Mitarbeiter ihre täglichen Fahrten von zu Hause zum Arbeitsplatz eintragen, während Kollegen ohne Auto wiederum hier nach angebotenen Fahrten suchen können. Auch Geschäftsreisen können und sollen dann über die interne Plattform angeboten werden. Dadurch kann die Firma zum einen die Ausgaben für ihre Fahrzeugflotte, für Parkplätze sowie Benzinkosten senken. Desweiteren wird die Umwelt entlastet und CO2 eingespart.

„Durch ihre Teilnahme können auch kleinere Unternehmen Vorteile daraus ziehen, Fahrgemeinschaften mit Leuten aus Firmen in der Nähe zu bilden, die ebenfalls TwoGo-Nutzer sind.“, geht aus dem Blog GreenMonk hervor. 

Bereits jetzt bieten große Unternehmen wie die BASF, Thomas Cook oder Heidelberg Cement TwoGo für Ihre Mitarbeiter an und unterstützen damit die Vernetzung unter den Mitarbeitern sowie die Reduzierung der unternehmensinternen Kosten sowie die Reduktion des CO2-Ausstoßes.

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1 Kommentar

  • Die Firmen sollten ihren Mitarbeitern als TwoGo Fahrzeug Elektrofahrzeuge wie den Mitsubishi zur Verfügung stellen. Getankt werden die Fahrzeuge in der Firma. Während im Betrieb ein BHKW für den „Autostrom“. Zuhause können die Mitarbeiter den Strom mit einer PV-Anlage selbst erzeugen und damit die Elektromobilität zusätzlich voranbringen.