Switch – Im Handumdrehen vom Fahrrad zum E-Bike

Was auf den ersten Blick noch aussieht wie eine Handtasche, entpuppt sich auf den zweiten Blick als „Rubbee“. Der neue Elektromotor „to go“, macht aus einem herkömmlichen Fahrrad mit wenigen Handgriffen ein E-Bike.

Die eine Seite des Geräts wird an der Sattelstütze des Fahrrads montiert, die andere besteht aus einer Art Rolle, die so am Hinterreifen fixiert wird, dass sie mit ihrem u-förmigen Querprofil exakt an diesem entlangrollt. So wird die Energie des Elektromotors per Reibradantrieb auf das Fahrrad übertragen. Die Befestigung von Rubbee kann schnell und einfach ohne Werkzeug erledigt werden. Ein großer Lederhenkel sorgt dabei für zusätzlichen Komfort.

Und welche Dienste leistet Rubbee? Es sind maximal 25 Stundenkilometer Geschwindigkeit möglich, ein Regler am Lenker sorgt für die richtige Dosierung. 25 Kilometer ist ebenfalls die Distanz, die ohne zusätzliches Pedaltreten erreicht werden kann. Dann muss der 6,5 Kilogramm schwere Rubbee per Ladekabel an die Steckdose. Nach zwei Stunden ist er wieder voll aufgeladen.

Über zwei Jahre hat ein kleines Team um Erfinder Gediminas Nemanis an dem Produkt getüftelt. Inzwischen hat die im litauischen Kaunas entstandene Firma Rubbee Limited ihren Hauptsitz nach London verlegt, ist also dabei, sich international aufzustellen. Mit der gerade erfolgreich beendeten Kampagne auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter ist nun auch das notwendige Kapital dafür vorhanden.

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Eines lässt allerdings Zweifel am Erfolg von Rubbee aufkommen: Das Gerät lässt sich nur an Rädern ohne Gepäckträger und Schutzblech montieren, also etwa an Mountainbikes. An Alltagsrädern wird es dagegen schwierig. Und ein Sportrad mit Elektromotor – ist das nicht ein Widerspruch in sich?

Birte Moritz

3 Bemerkungen

  • und es gibt noch eine weitere Einschränkung. Das System funktioniert nach der Berschreibung nur bei Hard-Tails, d.h. ein nicht gefedertes Hinterrad. Insofern ist auch die Einsetzbarkeit für Fahhräder nach aktuellem Stand der Technik (gefederte Sattel-Stütze bis Hinterrad-Dämpfer ) fragwürdig.
    Für alles anderen kann der Antrieb sicher auch anstelle des Schutzblechs verwednet werden.

  • Eine gute Idee! Sicherlich noch ausbaufähig, aber für den ein oder anderen ne passende Lösung.
    Aber soweit ich mir das vorstellen kann, ist es nicht als Pedelec, also zum mittreten gedacht. Oder sollte das doch funktionieren? Vielleicht dann, wenn man nicht gerade Höchstgeschwindigkeit fährt …

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