Förderung von Elektroautos ausgebaut

Spanien; Bild: shutterstock

Elektroautos und Hybridfahrzeuge sollen nach Worten der Regierung von Ministerpräsident Zapatero in Spanien eine Zukunft bekommen. Das spanische Kabinett hat hierzu Anfang Mai verschiedene Gesetzesdekrete verabschiedet, um die Kaufkraft und damit die Nachfrage im eigenen Land nach den „cocheverde“ zu stärken. Sie sind Teil der „Integrierten Strategie zur Förderung von Elektroautos“, die bereits im April letzten Jahres von der spanischen Regierung genehmigt worden ist. Danach sollen bis zum Jahr 2015 eine Viertel Million Elektro-Fahrzeugen auf Spaniens Straßen unterwegs sein.

Energieeffizienz und nachhaltige Mobilität

Diese Maßnahmen sollen gleichzeitig die erklärten Regierungsziele „Energieeffizienz“ und „nachhaltige Mobilität“ unterstützen. Schlussendlich verspricht sich die spanische Regierung eine Stärkung der im Land angesiedelten Automobilindustrie, die ausnahmslos aus Niederlassungen ausländischer Großkonzerne besteht. Allerdings existiert ein gut strukturiertes Zuliefer- sowie ein großes Händler- und Werkstattnetz, das sich größtenteils in spanischer Hand befindet.

Die erste Maßnahme zielt auf die Subventionen beim Autokauf ab, die sowohl für Elektro- als auch für Hybridfahrzeuge gelten sollen. Dieser Zuschuss umfasst bis zu 25 Prozent des Kaufpreises, der Höchstbetrag liegt bei 6.000 Euro. Diese Kaufincentives können sowohl von Privatpersonen als auch -unternehmen in Anspruch genommen werden. E-Autobusse und -Kleintransporter sollen mit dem gleichen Prozentsatz subventioniert werden, höchstens jedoch bis zu einer Summe von 30.000 Euro, je nach Fahrzeugart. Insgesamt will die spanische Regierung für diese Finanzhilfen im laufenden Jahr 72 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Günstiger Nachttarif für die Batterieaufladung

Zweitens wurde ein Gesetzesdekret erlassen, nach dem verschiedene „Stromaufladepunkte“ in Spanien geschaffen werden sollen. Die Betreiber dieser Stromtankstellen sollen in Zukunft nicht nur Strom verkaufen, sondern auch in das spanische Stromnetz einspeisen können. Die ersten Stromzapfsäulen sollen in Parkhäusern und Einkaufszentren errichtet werden.

Zu guter Letzt ist ein besonderer Stromtarif geplant, der die Aufladung der E-Autos über Nacht günstiger macht. Zwischen eins und sieben Uhr morgens sind demnach deutlich weniger Gebühren für den Stromverbrauch fällig. Dies soll gleichzeitig dazu beitragen, die in der Vergangenheit aufgetretenen Schwankungen im spanischen Stromnetz auszugleichen.

Daniel Seemann

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