Smart Cities – Nachhaltige Zukunft der Stadt(-werke) Teil 3

Die Jugend verzichtet auf das Statussymbol Auto. Nutzen statt besitzen. Energie- und Mobilitätscenter in Kommunen. Statt einer Gehaltserhöhung gibt es ein Nutzungsrecht an einem Elektrofahrzeug.

Die Shell-Jugend-Studie 2010 führt tendenziell aus, dass das Auto als Statussymbol bei Jugendlichen abnehmend ist und stattdessen Klimafreundlichkeit bei zwei Dritteln der Nutzer im Vordergrund steht.  Neue Mobilitätskonzepte wie „car2go“ in Ulm/Neu-Ulm werden erprobt, denn nicht mehr das Auto wird im Vordergrund stehen, sondern das eingelöste Mobilitätsversprechen von  A nach B in definierten Standards. Abfahrbereit: Mit dem Mietsystem car2go widmet sich Daimler den Mobilitätskonzepten der Zukunft.

Anytime – anywhere – Mietautos in Selbstbedienung. Mobilitätskonzepte müssen sich an den Rahmenbedingungen orientieren, da wo viele Menschen sind, aber keine Parkplätze. Einsteigen, losfahren, abstellen. Den auf dem Führerschein installierten Chip hält der Fahrer gegen das Lesegerät hinter der Frontscheibe, die Tür öffnet sich, der Zündschlüssel sowie die Gratis-Tankkarte befinden sich im Handschuhfach und nach Eingabe des Fahrzeugzustandes per Bildschirm kann die Fahrt beginnen; zukünftig mit „chicen“ e-smarts. Bezahlt wird nach Minuten der Nutzung.

Die Stadt(-werke) sollten kommunales Know-how zur Schaffung eines Energie- und Mobilitätscenters bündeln, um Energie- und E-Mobilität erfahrbar zu machen, um E-Mobilität hinsichtlich Schnellladung, Infrastruktur, Ladezyklen, Sicherheitsaspekten, Bedienerfreundlichkeit zu erforschen und letztlich die Lebensqualität der (Innen-)Städte zu erhöhen.

Parkhäuser am Hauptbahnhof könnten zu E-Mobilitätszentren in den Städten werden. Pendler können zwischen Wohn- und Arbeitsort beziehungsweise „Businesstermin“ den Zug (Öko-Ticket) und das E-Auto nutzen und somit  möglichst CO2-neutral reisen. Ferner sollte ein Energie- und E-Mobilitäts-Technologiezentrum kommunal aufgebaut werden, um die Wertschöpfungscluster einer Kommune zu bündeln, um Standortvorteile zu generieren.

Beispiel: Das Energie- und Mobilitätszentrum managed ein analoges car2go–Konzept mit tausenden von Fahrzeugen in der Metropolregion und least e-Bikes sowie Elektroroller. Kompetenzen der Energie-, der Mobilitäts-, der Automobilwirtschaft werden im weitesten Sinne zusammen geführt.

In Rom, London, Paris, Berlin und New York werden 1.500 Smart Electric Drive Smarts als Leasing Autos angeboten und erprobt.

Durch EU-Verordnungen sind die Kommunen in der Zwangslage, auf die Belastungen der Feinstäube und Stickstoffdioxide zu reagieren. Besonders deutlich wird dies an dem Schadstoff NO2, an dem im Ballungsraum der motorisierte Individualverkehr zu mehr als 50 Prozent beteiligt ist. Umweltzonen und Maßnahmen zur Luftreinhaltung seien hier explizit angesprochen.

Die Kommunen und die Stadtwerke im kommunalen Besitz haben die Chance sich als „Smart Cities“ dem Dreiklang  von Energie-, Mobilität- und Wohnen zu stellen. Sowohl die Wertschöpfung wie auch die Positionierung der Stadt wird positiv gestaltet.

Dieter Lindauer

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