Rücksicht im Straßenverkehr

Im Straßenverkehr ist gegenseitige Rücksicht geboten

Wer kennt es nicht: Als Autofahrer ärgert man sich über die Radfahrer, die scheinbar nie die Verkehrsregeln beachten. Der Radler hingegen regt sich über die rücksichtslosen Autofahrer und die immer den Weg kreuzenden Fußgänger auf. Die Leute, die hingegen zu Fuß unterwegs sind, schimpfen auf die Autofahrer und die Radfahrer.

Die neue Kommunikationskampagne „Rücksicht im Straßenverkehr“ richtet sich an alle Verkehrsteilnehmer gleichermaßen. Denn im alltäglichen Straßenverkehr kann es durchaus freundlich und reibungslos zugehen – wenn sich alle an die Verkehrsregeln halten. Ohne den erhobenen Zeigefinger, aber dafür mit gesundem Menschenverstand motiviert die Kampagne mit ihrer ansprechenden Werbung zu mehr Rücksicht und gegenseitiger Achtung.

Die Werbung vermittelt dabei den Begriff und das Thema „Rücksicht“ als „cooles“ Produkt, symbolisiert durch eine Getränkedose mit entsprechender Aufschrift. Der Schutzpatron der Reisenden, der heilige Christophorus, stellt die Hauptfigur in den YouTube-Videos dar. In seinem Alltag als moderner Werbebotschafter begegnet er immer wieder brenzligen Situationen im Straßenverkehr, bei der die Verkehrsteilnehmer weder Rücksicht aufeinander nehmen, noch Verständnis füreinander aufbringen. Doch Christophorus ist zur Stelle und klärt die Betroffenen über ihr Verhalten auf.

Darüber hinaus zeigen sechs Kampagnenmotive verschiedene Verkehrsteilnehmertypen. Da sind die alte Dame, der LKW-Fahrer, der schnelle Fahrradkurier sowie die Radfahrerin, der coole Autofahrer und der Paketzusteller. Sie alle haben eines gemeinsam: ihren Einsatz für mehr Rücksicht im Straßenverkehr zusammen mit den Versprechen „Wirkt sofort“, „Kostet nicht“ oder „Stiftet Frieden“.

Hervor geht die Kampagne aus einer Ausschreibung der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt in Zusammenarbeit mit der Unfallforschung der Versicherer (UDV), dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR), den Unfallklassen und Berufsgenossenschaften sowie der zweiten Pilotstadt Freiburg. Die Projektträger definierten zunächst mit Verkehrsplanern, Unfall- sowie Verkehrsexperten die Ziele und suchten dann die beste Kampagnenidee.

Zunächst im Jahr 2013 in den Pilotstädten Berlin und Freiburg erfolgreich durchgeführt, können nun auch weitere Städte und Landkreise die Kampagne nutzen, um somit das Thema „Rücksicht im Straßenverkehr“ in ihrer Region populärer zu machen. Die Kampagne geht dabei einen entscheidenden Schritt weiter als andere: Sie geht davon aus, dass sich die Verkehrsteilnehmer durchaus über die Regeln der Straßenverkehrsordnung bewusst sind – was häufig auch zutrifft. Zudem bewegt sich schließlich jeder von uns gerne in einem Umfeld, in dem man verantwortungsbewusst miteinander umgeht. Die Stimmen aus den Pilotstädten zeichnen ein positives Bild der Kampagne, die Tipps werden als „richtig“ und vom Inhalt her treffend bezeichnet. Die „Kernmessage“ als gut empfunden.

Und wir wissen doch alle: Rücksicht – das kann doch eigentlich auch jeder! Man muss es nur wollen. Die Kampagne rückt nur mit weiteren Aktionen und der Werbung das Thema wieder in den Mittelpunkt. 

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