Neues aus dem Automobilsektor

Viele Autohersteller bemühen sich, umwelt- und klimafreundliche Fahrzeuge zu entwickeln. Bei einem steigenden Verkehrsaufkommen sind innovative Lösungen gefragt. Der Anteil des Straßenverkehrs an den CO2-Emissionen in Deutschland liegt derzeit bei etwa 21 Prozent. Wohin geht die Reise der Autohersteller?

Mit dem Mercedes F-Cell geht ein Auto der Kompaktklasse in Klein-Serie. Das Fahrzeug verfügt über einen wasserstoffbetriebenen 100 Kilowatt starken Elektromotor. Eine Brennstoffzelle lädt die Lithium-Ionen-Akkus fortlaufend nach. Umgerechnet auf einen Dieselwagen verbraucht der F-Cells 3,3 Liter auf 100 Kilometer, jedoch vollkommen schadstofffrei. Drei Tanks im Fahrzeugboden speichern vier Kilogramm Wasserstoff. Damit kommt man rund 400 Kilometer weit. Das Auftanken dauert nur wenige Minuten. Allerdings mangelt es noch an Wasserstoff-Tankstellen. Dr. Christian Mohrdieck, Leiter der Brennstoffzellen-Antriebsentwicklung bei Daimler betont, dass mit dem Wasserstoff, der heute in der chemischen Industrie weltweit als Abfallprodukt verbrannt wird, bis zu fünf Millionen Fuel-Cell-Autos angetrieben werden könnten. Von der Mercedes B-Klasse F-Cell werden zunächst 200 Stück gebaut.

Citroen bringt demnächst den Elektro-Kleinwagen C-Zero auf den Markt. Er basiert auf dem Mitsubishi i-Miev. Angetrieben wird er von einem 64 PS (47 Kilowatt) starken Elektromotor. Die Reichweite liegt bei 130 Kilometern, was für den Stadtverkehr vollkommen genügt. Im C-Zero sind insgesamt 88 Lithium-Ionen-Batteriezellen verbaut, die auf eine Leistung von 16 Kilowatt kommen. Aufgeladen werden kann der Citroen C-Zero an einer herkömmlichen 220-Volt-Steckdose innerhalb von sechs Stunden. Aber schon nach einer halben Stunde liegt die Batteriekapazität wieder bei 80 Prozent.

Das erste in Großserie produzierte Elektrofahrzeug, dass in Europa auf den Markt kam, ist der Mitsubishi i-Miev. Der 64 PS (47 Kilowatt) starke Elektromotor des i-Miev hat eine Reichweite von rund 150 Kilometern. Fußgänger müssen vorsichtig sein. Der i-Miev fährt fast völlig geräuschlos.

Das Elektro-Pendent von Peugeot nennt sich iOn. 64 PS (47 Kilowatt) leistet auch dessen E-Motor. Die Betriebskosten pro 100 Kilometer sollen nicht mehr als 1,50 Euro betragen. Die Stückzahlen sind noch gering. Für den Peugeot iOn Es liegen aber bereits 600 feste Bestellungen vor.

Die BMW Group hat kürzlich in Leipzig die Herstellung des Elektrofahrzeugs Megacity-Vehicle gestartet.

Der Elektro MINI wird bereits seit 2008 gebaut und beweist seither in Praxistests seine Alltagstauglichkeit. 500 Elektro MINI wurden in einem Feldversuch in den USA getestet. Seit 2009 sind in Berlin 50 Elektro MINI unterwegs. Laut den Projektinitiatoren BMW Group und Vattenfall sind bis zu 250 Kilometer Reichweite möglich, normal sei mit 170 Kilometern zu rechnen. Die Aufladung an einer herkömmlichen Starkstromsteckdose dauert etwa vier Stunden. 204 PS leistet der E-Motor des E-MINI.

Opels Elektroauto Ampera ist für 2011 geplant. Auch der Ampera fährt rein elektrisch. Ein eingebauter Verbrennungsmotor dient zum Nachladen der Batterien. Der 150 PS (110 Kilowatt) Motor soll eine Reichweite von 60 Kilometern haben, auf längeren Strecken wird der Verbrennungsmotor als Generator für die Lithium-Ionen-Batterie zugeschaltet, dadurch erhöht sich die Reichweite auf 500 Kilometer.

VW bringt 2013 das Elektroauto E Up auf den Markt. Auch hier kommen Lithium-Ionen-Akkus zum Einsatz, um den 54 PS (40 Kilowatt) Motor anzutreiben. Auf dem Dach des E Up sind Solarzellen installiert, mit denen Klimaanlage, Radio und sonstige Komfortgeräte mit Energie versorgt werden.

Da es in Deutschland keinen finanziellen Anreiz zum Kauf eines Elektrofahrzeugs gibt, rechnen Experten mit einem langsamen Start der E-Stromer. Der Citroen C-Zero kostet 35.164 Euro, der Mitsubishi i-Miev 34.390 Euro, der Peugeot iOn ist nur leasbar. Der komfortable Fünftürer Opel Ampera wird 42.000 Euro kosten. Der VW E Up soll schon für 8.500 Euro zu haben sein.

Josephin Lehnert

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