Mein Haus, mein Auto, mein Leaf to Home

Was hat der drittgrößte Autohersteller der Welt mit einem Haus zu tun? Auf den ersten Blick gar nichts, denn bislang hat sich der japanische Nissan-Konzern auf die Herstellung von Kraftfahrzeugen beschränkt. Jetzt überraschen die Japaner mit einer Art überdimensionalem Wohnmobil. Auf der größten japanischen Elektronikmesse CEATEC stellt der Autobauer seine neueste Kreation vor: Das „Leaf to Home“.

Ein Haus, das in Verbindung mit dem Elektroauto Leaf zum unabhängigen Öko-Heim wird und auch noch mobil ist. Es mutet an wie ein Raumschiff aus einem Science Fiction Film: Ein großer Container auf Kufen mit einer gewaltigen Fensterfront im Fond

Unter dem gewöhnungsbedürftigen Eigenheim ist genügend Platz für Nissans Stromer Leaf, der im nächsten Jahr für 35.000 Euro auf den Markt kommen soll. Mit ihm zusammen arbeitet das Nissan-Haus Hand in Hand – und ist dabei vom Stromnetz völlig unabhängig. Die notwendige Energie für Haus und Auto wird mittels Solarpaneelen auf dem Hausdach selbst erzeugt.

Unter dem Haus kann in einer Art Carport das 109 PS starke Elektroauto Leaf geparkt und per Stecker mit dem Stromkreislauf des Hauses verbunden werden. So kann der Leaf, der laut Hersteller über eine Reichweite von mehr als 160 Kilometer verfügt, entweder direkt mit der Energie des Hauses gespeist werden, aber auch selber als Energielieferant dienen. Zum futuristischen Aussehen und der Stromautarkheit hat sich Nissan zudem noch etwas ganz Besonderes für sein “Kan-kan- kyo-Haus” ausgedacht. Es ist mobil und macht einen spontanen Standortwechsel problemlos möglich.

Ob sich diese Form des Eigenheims durchsetzt, bleibt allerdings fraglich. Nicht nur wegen der gewöhnungsbedürftige Optik, sondern auch wegen der Kosten, denn das Nissan-Haus wird sicherlich nichts für den schmalen Geldbeutel!

Judith Schomaker

2 Bemerkungen