Provinzregierung von Ontario wird E-Auto-Pionier

Kanada; Bild: shutterstock

In Kanada ist ein heißes Wettrennen um die Einführung von Elektrofahrzeugen im Gange. Die Provinz Ontario schickt sich dabei an, die Führung zu übernehmen. Gemeinsam mit dem Serviceanbieter Better Place hat die Provinzregierung jetzt damit begonnen, ein Netzwerk von Ladestationen aufzubauen. Gleichzeitig hat sie beschlossen, Kaufanreize für saubere Pkw zu schaffen. Auch die ersten Ladstationen für Elektroautos sind bereits für Testzwecke in Betrieb.

Intelligentes Netz von Lade- und Wechselstationen

Kernstück ist ein intelligentes Netz von Lade- und Wechselstationen für Elektrofahrzeuge, das das israelische Unternehmen Better Place installieren wird. Die finanzielle Seite wird dabei von der Regierung der kanadischen Provinz Ontario abgedeckt. Weitere Partner bei dem Projekt sind zwei große lokale Energieversorger, die Stadt Toronto und die Organisation Evergreen.

Ziel des Projektes ist es, in Zukunft flächendeckend Ladestationen für Elektroautos zur Verfügung zu stellen. Alle Ladestationen sind mit einem zentralen Betriebssystem verbunden. Die ersten acht Prototypen der Ladestationen hat Better Place bereits in Betrieb genommen und werden derzeit von den Projektpartnern zu Testzwecken genutzt. Außerdem hat Better Place ein Demonstrations- und Informationszentrum in Toronto aufgebaut, in dem es über Elektromobilität allgemein und das kanadische Netz-Modell im Detail informiert.

2020: Jeder 20. Pkw in der Provinz ein E-Auto

Die Regierung Ontarios investiert insgesamt rund 730.000 Euro in das Projekt. Bis 2020 sollen fünf Prozent aller Fahrzeuge in der Provinz Elektroautomobile sein, so lautet die Zielvorgabe der Provinzregierung. Um den Bewohnern Ontarios die Entscheidung für den Kauf eines Elektroautos zu erleichtern, gewährt die Regierung schon seit dem letzten Jahr Preisnachlässe zwischen 3.500 und 6.000 Euro beim Kauf eines elektrisch betriebenen Kfz. Des weiteren erhalten die Käufer ein grünes Nummernschild, das ihnen erlaubt, in den Städten und auf den Highways diejenigen Fahrspuren zu nutzen, die eigentlich nur den Bussen des öffentlichen Nahverkehrs vorbehalten sind.

Daniel Seemann

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