Innogy erhält Rekordzuschuss für neue Ladesäulen

Bundesprogramm Ladeinfrastruktur fördert Elektromobilität mit über drei Millionen Euro.
Bundesprogramm Ladeinfrastruktur fördert 1245 neue Ladesäulen von Innogy SE.

Es ist die bisher größte Zusage an Fördermitteln aus dem Bundesprogramm Ladeinfrastruktur. Das Bundesverkehrsministerium bewilligt den größten Förderzuschuss zum Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität. Nutznießer ist die Innogy SE, Deutschlands führender Ladenetzbetreiber. Für den Aufbau von 1245 Ladesäulen erhält die RWE-Tochter etwas über drei Millionen Euro vom Bund. Den Bescheid überreichte Staatssekretär Norbert Barthle am Donnerstag. Noch bis 30. Oktober können weitere Förderanträge für Elektroladestationen gestellt werden.

Seit dem 14. September können Privatinvestoren, Städte und Kommunen Anträge auf Förderung aus dem Bundesprogramm Ladeinfrastruktur stellen. Bis Ende Oktober stellt das Bundesprogramm 300 Millionen Euro für den Ausbau der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur bereit. Gewährt wird eine Investitionsbeihilfe von bis zu 40 Prozent der entstehenden Kosten. Dabei gehen die Investitionshilfen in die Hardware der Ladestationen sowie in die Netzanschlusskosten. Inzwischen stehen Investitionen in bis zu 12.000 Normal- und 1000 Schnellladestationen an.

Die bislang größte Zusage erhielt nun die Innogy SE. Nun will der größte deutsche Ladenetzbetreiber 1245 Ladesäulen mit 2490 Ladepunkten errichten. „Wir freuen uns, dass auch die Politik dieses große Infrastrukturprojekt engagiert vorantreibt. Der Ausbau des Ladenetzes ist die zentrale Voraussetzung für den Erfolg der Elektromobilität. Wir als Innogy werden den Ausbau der Elektromobilität in Deutschland deshalb auch weiterhin an vorderster Stelle vorantreiben. Die Förderung ist ein starkes Signal und Bestätigung für unsere Pionierleistung“, erklärte Hildegard Müller, Vorstand Netz und Infrastruktur bei der Innogy SE.

Standorte in vier Bundesländern

Nach Unternehmensangaben betreibt die Innogy SE bereits rund 4600 Ladestationen in der Bundesrepublik. In über 600 Städten und Gemeinden sind davon etwa 2200 öffentlich zugänglich. „Mit unserem Netz an Ladestationen für Elektroautos sind wir heute schon Marktführer in Deutschland. Mit der Förderung des Bundes für 1245 Ladesäulen werden wir das öffentliche Ladenetz der innogy mehr als verdoppeln. Wir haben unseren Kunden und den Menschen in Deutschland versprochen, die klimafreundliche Elektromobilität voranzutreiben ­– wir halten unser Versprechen“, sagt Martin Herrmann, Vorstand Vertrieb der Innogy SE.

Für veranschlagte 7,8 Millionen Euro sollen nun in vier Bundesländern neue Ladesäulen entstehen. Das Bundesverkehrsministerium steuert 3,1 Millionen Euro zu. Alle Ladestationen werden miteinander vernetzt. Das ermöglicht einen zentral gesteuerten Service und komfortable Abrechnungsmöglichkeiten für den Endkunden.

Innogy SE wird die neuen Ladesäulen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz errichten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt vor allem im Ruhrgebiet. Dabei werden die beiden Großstädte Essen und Mülheim sowie Dorsten besonders stark vom Infrastrukturausbau profitieren.

Quelle: Innogy SE