Erste Solarbootregatta in Brandenburg

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Seit zwei Jahrzehnten beschäftigt sich Professor Hartmut Ginnow-Merkert nun schon mit dem Thema Solarboote. Im Jahr 1991 funktionierte er seinen Segelkatamaran gar selbst zu einem neuartigen Boot mit Solarbetrieb um und initiierte 1992 seine erste Regatta in Minnesota. Das Solarboot ließ der Designprofessor, der an der Kunsthochschule Weißensee lehrt, bei seiner Rückkehr nach Deutschland vor 18 Jahren zwar zurück, seine Idee von einer Solarregatta jedoch nicht.

Auf seine Initiative findet am 25. und 26. Juni 2011 das erste Solarbootrennen in Brandenburg statt. Inmitten des Biosphärenreservats Werbellinsee im Berliner Stadtteils Weißensee fällt dann der Startschuss für die drei Startklassen der Solarbootregatta. Teilnehmen kann jeder, vorausgesetzt sein Boot wird ausschließlich durch Strom aus Solarzellen angetrieben und bringt es auf vier Knoten in der Stunde. So sieht es das Reglement vor und das wird natürlich gleich am ersten Regattatag überprüft.

Gestartet wird in drei Klassen. Die Boote der ersten Klasse „Electric“ dürfen dabei mit Solarmodulen bis maximal 250 Watt und maximal zwei Kilowattstunden Batteriekapazität ausgestattet sein. Höchstens 70 Kilogramm sind für die Batterien zugelassen. In der zweiten Klasse „Speed“ liegt das maximal zulässige Batteriegewicht bei 140 Kilogramm und einer Speicherkapazität von bis zu vier Kilowattstunden. Die Leistung der Module darf hier bei 500 Watt liegen. In der dritten Startklasse „Experimental“ liegt die zulässige Photovoltaikleistung bei einem Kilowatt, wobei die Batterieleistung auf zwei Kilowattstunden beschränkt ist, bei einem maximalen Batteriegewicht von 70 Kilogramm.

Am ersten Regattatag stellen die Teilnehmer die Langstreckentauglichkeit ihrer Solarboote unter Beweis, wohingegen es am zweiten Tag um die Sprinttauglichkeit und Wendigkeit geht. Gleichzeitig gilt die Regatta als Wertungslauf für die europäische Solarbootmeisterschaft. Doch nicht nur auf die Renntauglichkeit kommt es bei dieser Regatta an, auch Funktion, Innovation, technische Umsetzung, Gestaltung, verwendete Materialien, Nachhaltigkeit, sowie Bedienbarkeit und Sicherheit werden mit einem speziellen Designpreis belohnt.

Judith Schomaker

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