Elf Milliarden für das zukunftsfähige Schienennetz notwendig

Rund elf Milliarden Euro müssen in den nächsten Jahren in das Schienennetz investiert werden, damit die erwartete Zunahme im Güterverkehr klimafreundlich bewältigt werden kann.

Auf dem Weg hin zur nachhaltigen Mobilität schlägt das Umweltbundesamt (UBA) vor, den Schienengüterverkehr innerhalb der nächsten 20 Jahre zu verdoppeln. Während die Güterverkehrsleistung auf der Schiene 2008 bei etwa 116 Milliarden Tonnenkilometer lag, sollen im Jahr 2025 rund 213 Milliarden Tonnenkilometer erreichbar sein.

 

Das Bundesverkehrsministeriums (BMVBS) rechnet damit, dass sich das Verkehrsaufkommen auf der Straße bis 2025 um knapp 80 Prozent erhöhen wird. Um den schädlichen Umweltauswirkungen, neben steigenden CO2-Emissionen zum Beispiel auch Lärmbelästigung und Flächenverbrauch, entgegenzuwirken, muss ein großer Teil des Güterverkehrs auf die Schiene verlagert werden.

Eine neue Studie im Auftrag des UBA beziffert die notwendigen Infrastrukturmaßnahmen auf rund elf Milliarden Euro, um die angestrebten 213 Milliarden Tonnenkilometer bewältigen zu können. Die derzeitige Kapazität wird auf rund 130 Milliarden Tonnenkilometer geschätzt. Entsprechend müssen in den kommenden Jahren über 700 Kilometer Schienennetz ausgebaut oder neu geschaffen werden. Weitere 800 Kilometer müssen mit Stromleitungen versorgt werden.

Ob es tatsächlich zu dem Ausbau des Schienennetzes und den dazu erforderlichen Investitionen kommt, ist hingegen noch offen. Das Umweltbundesamt hat in der Hinsicht keine Entscheidungsbefugnisse, sondern kann nur Empfehlungen an die verantwortlichen Ministerien abgeben.

Oliver Hölzinger

1 Kommentar

  • Schon heute können die LKW-Fahrer oft ihre gesetzlichen Ruhepausen nicht einhalten, weil die Raststätten überfüllt sind. Mit neuer Technik und Logistik läßt sich die Effizienz des Schienengüterverkehrs erheblich steigern und damit zur Entlastung der Straßen und der Umwelt entwickeln.
    Analog gibt es neue logistische Verfahren zur Steigerung der Effizienz im Schienenpersonenverkehr: 40 % Zeitersparnis bei der Reise, Bewältigung des Dreifachen des heutigen Fahrgastaufkommens bei gleichem Kapazitätsvolumen (im Jahresmittel). Gedankenaustausch willkommen.
    Mit freundlichen Grüßen

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