Elektroauto laden: Wo und wie geht das?

Mehr als 500.000 Elektroautos sind auf Deutschlands Straßen unterwegs. Tendenz steigend. Noch vor zehn Jahren waren lediglich 2.300 Fahrzeuge registriert. Doch die Elektromobilität wirft auch Fragen auf. In diesem Gastbeitrag erläutert Sibel Ngo vom Portal bussgeldkatalog.de zum Thema E-Mobilität, die verschiedenen Lademöglichkeiten. Außerdem geht er auf die Fragen ein, in welcher Form Elektroautos aufgeladen werden können und welche Tücken sowohl öffentliches als auch privates Laden bietet. Auch der Kostenfaktor wird unter die Lupe genommen.

Unterschiedliche Ladeformen – warum sind sie so wichtig?

Für Besitzer eines Elektroautos stellt sich nicht nur die Frage nach dem passenden Fahrzeug, sondern auch die Frage nach den Auflade-Optionen. Soll das Fahrzeug ausschließlich privat laden oder sind auch öffentliche Ladevorgänge geplant? Mit großer Wahrscheinlichkeit kommen alle E-Fahrer irgendwann in die Situation, auch öffentliche Ladestationen anzusteuern. Hier ist jedoch Detailwissen gefragt, denn nicht jede Ladestation ist auch für jedes Elektroauto gleichermaßen nutzbar.

Es ist daher wichtig, als E-Fahrer zu wissen, welche Lademöglichkeiten beim eigenen Fahrzeug bestehen und welche öffentlichen Säulen angesteuert werden können.

Zwei Arten öffentlicher Ladestationen

Wenn es um öffentliche Ladestationen geht, wird meist zwischen Folgenden unterschieden:

  • AC-Ladestation: AC bedeutet Wechselstrom und steht für „Alternating Current“.
  • DC-Ladestation: DC bedeutet Gleichstrom und steht für „Direct Current“.
  • Kombination: Eine kombinierte Ladestation, die sowohl normales AC-Laden als auch Schnellladen ermöglicht, wird CCS (Combined Charging System) genannt. Dies soll in Zukunft einheitlicher Standard werden.

Wie die Stromarten technisch funktionieren, ist für Fahrer erst einmal irrelevant. Wichtiger ist dagegen die Frage, welche Elektroautos wo laden dürfen und können. Bei mehr als 27.500 Stromtankstellen in Deutschland ist dies eine durchaus berechtigte Frage.

Laden an Wechselstrom-Stationen (AC)

Für die Benutzung von Wechselstrom-Ladesäulen wird ein entsprechendes Ladekabel benötigt. Dieses kann bei den Fahrzeug-Herstellern bestellt werden oder ist im Lieferumfang enthalten. Wird das Fahrzeug abgeschlossen, verriegelt sich automatisch auch das Ladekabel und der Wagen ist während der Ladezeit vor Fremdeinflüssen geschützt.

Laden an Gleichstrom-Stationen (DC/CCS)

An Gleichstrom-Tankstellen kann das Fahrzeug in deutlich kürzeren Zeiten aufgeladen werden. CCS-Stromtankstellen können nur genutzt werden, wenn das Fahrzeug über eine CCS-Ladedose verfügt und die entsprechende Software verfügbar ist. Für den Ladevorgang ist ein Kabel mit zusätzlichen Leistungskontakten für den Schnellladevorgang nötig. Dabei handelt es sich um Combo-2-Stecker.

Elektroautos daheim auftanken – was sollte beachtet werden?

Aus Deutschlands Steckdosen kommt Wechselstrom. Die Batterien von E-Autos können aber nur mit Gleichstrom geladen werden. In der Regel können funktionstüchtige Steckdosen im eigenen Zuhause aber dennoch für die Aufladung des Elektroautos verwendet werden. Der Grund hierfür: Die Fahrzeuge verfügen über einen Konverter. Dieser wandelt den austretenden Wechselstrom in Gleichstrom um, bevor dieser Kontakt zur Autobatterie bekommt.

Damit das Elektroauto an der Schuko-Steckdose aufgeladen werden kann, ist ein passendes Ladekabel mit Kontrollgerätnotwendig. Ein Kabelende wird in die Haushaltssteckdose eingeführt. Der gegenüberliegende Ladestecker wird mit der Ladedose des Fahrzeuges verbunden.

Wird das Auto abgeschlossen, setzt der Ladevorgang in der Regel ohne weiteres Zutun ein.

Tipp: An der Haushaltssteckdose ist die Ladeleistung mit etwa drei Kilowatt gering. Dementsprechend kann das Aufladen des Fahrzeuges mehrere Stunden in Anspruch nehmen.

Nach Überprüfung der technischen Voraussetzungen der Steckdose bietet es sich an, das Elektroauto über Nacht anzuschließen.

Aufladen mit der Wallbox bringt Vorteile

Mit dem Einsatz von Wallboxen lässt sich der Ladevorgang daheim verkürzen und allgemein nachhaltiger gestalten. Diese Ladestationen bilden eine Schnittstelle zwischen dem Ladekabelstecker und dem häuslichen Stromnetz.

Die verbesserte Ladeleistung lässt sich mit dem Anschluss der Wallboxen an Dreiphasenwechselstrom, besser bekannt als Starkstrom, erklären. Die erzielte Leistung kann zwischen elf und 22 Kilowatt schwanken.

Die Wallboxen können gekauft oder ausgeliehen werden. Es gibt unterschiedliche Ausführungen und auch die Preise variieren, abhängig von Hersteller und Fahrzeugmodell. Durchschnittlich ist mit etwa 900 Euro zu rechnen. Der Anschluss der Wallbox sollte einem Fachmann überlassen werden.

Was kostet das Aufladen von Elektroautos?

In einigen Stromtankstellen wird die Aufladung pro Kilowattstunde abgerechnet. Die Aufladung an öffentlichen Ladestationen ist damit nicht wirklich billiger, aber dafür deutlich schneller als daheim.

An einigen Ladestationen wird pauschal abgerechnet. Der Nutzer zahlt also einen Festpreis pro durchgeführter Ladung. Die Preise liegen hierbei zwischen fünf und zehn Euro.

Daheim kostet die Ladung der Batterie Zeit und Geld. Für eine Batterie mit einer Speicherkapazität von 30 Kilowattstunden muss mit 13 Stunden Ladezeit gerechnet werden. Abhängig vom Strompreis belaufen sich die Kosten auf acht bis zehn Euro.

Beispiel: Ein Nissan Leaf kann mit voller Batterie 250 Kilometer zurücklegen. Damit kosten in diesem Fall 100 Kilometer Fahrleistung knapp vier Euro.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie im folgenden Ratgeber https://www.bussgeldkatalog.de/elektroauto-laden/.

 

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