Durchbruch bei Elektroauto-Akkus

Chevrolet Volt bisherige 16-kWh Lithium-Ionen-Batterie

Der kalifornische Batteriehersteller Envia System arbeitet im Auftrag von General Motors (GM) an der Entwicklung einer neuartigen Batterietechnologie, mit der sich Reichweiten von bis zu 300 Kilometer erzielen lassen. Damit steht nach Angaben des GM-Vorstandsvorsitzenden Dan Akerson der Durchbruch bei Elektroautos bevor.

Mit Reichweiten von maximal 150 Kilometern stellen Elektroautos noch keine ernstzunehmende Alternative zu herkömmlichen Fahrzeugen dar. Das könnte sich mit der neuen Batterietechnologie von Envia Systems ändern. Bereits im Februar hatte Envia Systems eine 400-Wattstunden-pro-Kilogramm-Batteriezelle vorgestellt. Diese hat eine fast doppelt so große Energiedichte wie die Batterie des derzeitigen Marktführers Panasonic, die NCR 18650A mit 245 Wattstunden pro Kilogramm.

Mit der neuen Batterie von Envia System könnte der Chevrolet Volt, beziehungsweise hierzulande der Opel Ampera, bei gleicher Batteriegröße rund 225 Kilometer rein elektrisch fahren. In den kommenden Jahren könnte dies auf rund 300 Kilometer gesteigert werden. Zudem könnten die Batterien bei gleicher Kapazität deutlich kleiner, leichter und damit günstiger werden. Denn der Kostenpunkt ist ein Grund für die mangelnde Durchsetzungskraft der Elektrofahrzeuge. Zwar erreicht das Tesla Model S bereits eine Reichweite von sagenhaften 427 Kilometern, es kostet aber für den Durchschnittsbürger kaum erschwingliche 61.000 Euro.

Envia-Vorstandsvorsitzender Atul Kapadia hatte schon Anfang des Jahres angekündigt, man werde in der Lage sein, kleinere Batterieeinheiten zu bauen, die zugleich leichter und preisewerter sind. Die Kosten für diese würden weniger als die Hälfte des heutigen Zellenpreises ausmachen und die Energiedichte werde fast dreimal höher sein als die konventioneller Autobatterien. Dabei handelt es sich keineswegs um Zukunftsmusik, sondern um produktionsreife Zellen, die innerhalb eines halben Jahres in Produktion gehen könnten. GM-Vorstandsvorsitzender Dan Akerson erklärte auf einer Mitarbeiterversammlung, die neuartige Lithium-Ionen-Batterie von Envia Systems könnte in zwei bis vier Jahren auf den Markt kommen und eine Reichweite von über 300 Kilometer garantieren.

Josephin Lehnert

1 Kommentar

  • genau so ist es… die batterien sind das problem und nicht die autos…
    gut, die sind meist auch noch zu fett.

    und hört endlich mit der hybrid lüge auf!
    bestes konzept bisher ampera, aber der r-extender ist grottig! 50 kg motor und 20 kg tank, beides ausbaubar. das wäre was gewesen, aber nicht nen 200 kilo corsamotor zusätzlich mitschleppen. idee 1, umsetzung 6!

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