Die Zukunft der Mobilität

Unsere Mobilität soll nachhaltiger werden. Nicht nur der Umstieg auf das Fahrrad oder E-Bike ist hier von Bedeutung, sondern auch CarSharing-Modelle, Elektroautos und Hybridbusse spielen bei unserem zukünftigen Mobilitäts-verhalten eine wichtige Rolle.

Die EU-Kommission fordert europaweit CO2-­freie Mobilität: 2050 sollen Autos mit Verbrennungsmotor überhaupt nicht mehr in die Innenstädte hineinfahren dürfen. Hier setzt das Prinzip des CarSharings an. Bereits 2013 waren 110 CarSharing-Unternehmen beim Bundesverband CarSharing registriert: Insgesamt in 305 Städten mit mehr als 7.000 Fahrzeugen, vom Smart bis zum Van.

Die Akzeptanz in der Bevölkerung wächst und somit unterstützen auch die Städte das Konzept. Denn wer regelmäßig ein Leihauto nutzt, schafft das eigene ab, und jedes Auto, um das die CarSharing-Flotte wächst, ersetzt zehn Privatwagen auf den Straßen. Beim CarSharing zeichnet sich auch ab, welche Entwicklung den Automarkt künftig am stärksten prägen wird: der Wechsel zur Elektromobilität. 

Doch ob sich das Elektroauto auf lange Sicht hin durchsetzen kann, ist zweifelhaft. Die starke Autolobby hat sich bisher mehr als bremsender, denn als fördernder Faktor erwiesen. Derzeit sind rund 6.400 Elektroautos auf Deutschlands Straßen unterwegs, bis 2020 sollten es eigentlich eine Million sein. Zwei Faktoren könnten für einen zukünftigen Erfolg der nachhaltigen Elektroautos ausschlaggebend sein: Die Kosten und die Kunden.

Schon heute kann man elektrisch für nur drei Euro Stromkosten 100 Kilometer weit fahren. Ein mittelgroßer Benziner verbrennt für die gleiche Strecke zwölf bis 15 Euro – und mit knapper werdendem Öl bald deutlich mehr. Dann kann niemand mehr die bislang höheren Anschaffungskosten für ein Elektroauto ins Feld führen, zumal die Batteriepreise bald sinken werden. Den zweiten Grund stellt der Milliardenmarkt China dar. Hier möchten alle Autohersteller verkaufen und das Land zeigt sich mit seinen Millionenstädten überraschend offen gegenüber dem Thema Elektromobilität.

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Zwei technische Schwierigkeiten gilt es dennoch zu lösen. Da wäre zum einen die Geräuschlosigkeit, mit der ein E-Auto fährt. Eigentlich sollte man das als einen Vorteil erachten, doch werden Fußgänger und Radfahrer somit nicht auf das heranfahrende Auto aufmerksam gemacht. Dies ist Aufgabe der so genannte Geräuschdesigner, die das Auto auf angenehme Weise wahrnehmbar machen. Zum anderen stellt die Reichweite der Batterie 160 Kilometer und der Mangel an Ladestationen ein Hindernis dar. Hier soll beispielsweise eine mitgelieferte Schnellladestation garantieren, dass der Wagen stets einsatzbereit ist.

Auch kann man über Photovoltaikzellen speisen lassen oder einen Vertrag für die Lieferung von CO2-freiem Ökostrom abschließen. Zudem wird der Ausbau von Ladesäulen, die Batterien binnen 30 Minuten zu 80 Prozent aufladen, forciert. Zuletzt sollen Lithium-Luft-Akkumulatoren künftig die heute üblichen Lithium-Ionen-Batterien ablösen und somit die elektrische Reichweite verdreifachen. 

Damit dürfte einer nachhaltigen Mobilität in unseren Städten nichts mehr im Wege stehen.

1 Kommentar

  • In Norwegen sind es heuer schon über 14.000 Tesla, welche neu gekauft wurden. Davon können die Deutschen nur träumen. In D. ist immer noch der Mercedes 300 der Wunschtraum des Mobilisten