Die Zukunft der Mobilität 3

E-Mobilität, Pedelecs oder CarSharing Modelle sind – auch wenn sie sich noch nicht vollständig durchgesetzt haben – heute jedem bekannt. Diese Entwicklungen ändern nicht nur unser Mobilitätsverhalten, sondern werden darüber hinaus unser gesamtes Stadtbild prägen.

Die Stadt der Zukunft wird zunehmend komfortabler, grüner, leiser. Elektroautos und -busse, E-Bikes und -Roller machen den Fußgänger mit dezentem Geräusch auf sich aufmerksam. Ungewohnt, aber wohl der erste Einstieg in die „intelligente Stadt“: Viele Autos, Taxis, Bahnen und Busse werden autonom fahren. Schließlich parken heute schon die meisten Autos selbstständig ein. Dem Autofahrer bleibt dabei ausschließlich das Gas geben überlassen.

Erst einmal werden Autos ohne externe Informationen und Assistenzsysteme und solche, die vernetzt sind und autonom reagieren können, noch eine Weile nebeneinander existieren.Natürlich wird man auch sein Auto weiterhin selbstständig lenken können. Doch Zeiger und Skalen auf dem Armaturenbrett müssen dabei nicht mehr beobachtet werden, sondern Projektionssysteme spiegeln wichtige Fahrdaten in Augenhöhe auf die Frontscheibe. Einige Navigationsgeräte können das bereits. Aber wer weiß: Vielleicht macht schon die nächste Generation ihren Führerschein im 3D-Simulator am Computer? 

Unsere Autos werden weitaus mehr Funktionen als das reine Fortbewegungsmittel wahrnehmen. Das parkende Fahrzeug könnte Kindern signalisieren, die die Straße überqueren wollen, ob die Fahrbahn frei ist. Oder es könnte solchen, die sich verlaufen haben, den Rückweg weisen. „Es kann Signale an die Infrastruktur senden, um beim Überqueren der Straße den Verkehr zu verlangsamen. Bei Bedarf projizierte Zebrastreifen ermöglichen es, die Straße sicher zu überqueren“, sagte der für Daimler arbeitende Designer Holger Hutzenlaub gegenüber der Zeitschrift National Geographic. So werden nicht mehr die Autos die Städte prägen, sondern auch die Bedürfnisse einer Stadt das Auto.

Im Zuge dieser Entwicklung sind Stellplätze am Stadtrand für Benziner schon heute keine Seltenheit mehr. Von dort bringen abgasfreie Brennstoffzellen­fahrzeuge oder Elektrobusse Pendler in die City. E-­Busse werden sich bald über Induktionsstationen an den Haltestellen mit Strom versorgen – oder demnächst auf eigenen Induktionsspuren fahren. Und nicht nur Autos, auch Bahnen könnten zukünftig fahrerlos die Menschen von A nach B bringen. Dies ließe sich in Zeiten weltumspannender Satellitennavigation prinzipiell auch auf Güterzüge und den Fernverkehr anwenden. 

Flexibler, leiser, funktioneller und nachhaltiger – mit diesen Worten lässt sich unser zukünftiges Mobilitätsverhalten wohl kurz und bündig zusammenfassen. 

 

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