Der Radler und das Biest

Was ist umweltfreundlicher als ein E-Bike? Ein E-Bike aus einem nachwachsenden Rohstoff. Eine dänische Firma hat ein elektrisches Fahrrad entwickelt dessen Rahmen vollständig aus Bambus besteht und es „The Beast“ getauft. Die Idee, Fahrräder aus Holz zu bauen, ist nicht neu, auch Modelle, die ganz oder teilweise aus Bambus bestehen gibt es bereits auf dem Markt. Hier kommt als Besonderheit aber noch der Aspekt der Elektromobilität hinzu.

Der Rahmen glänzt, sieht sehr schick und auf den ersten Blick gar nicht so sehr nach Holz aus. Ein spezieller Kleber sorgt dafür, dass der Rahmen stabil ist und nicht bricht, wenn er mal Stößen aufgrund unebener Straßen ausgesetzt ist, oder sogar einen Sturz überstehen muss. Doch der Rahmen sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch dank des Materials besonders leicht – ein großer Vortei. Denn E-Bikes sind wegen des elektrischen Antriebs deutlich schwerer als herkömmliche Fahrräder. Außerdem wächst Bambus extrem schnell: Nachhaltiger Anbau ist somit einfach zu haben.

Der Akkublock des Elektromotors, der das Biest zum E-Bike macht, ist dezent in einer silbernen Dose versteckt. Diese Dose erinnert an eine Thermoskanne und ist außerdem auf dem unteren Rohr des Rahmens befestigt, wo sich sonst oft der Getränkehalter befindet. So könnte der Akku leicht mit einer Trinkflasche verwechselt werden – und das E-Bike mit einem normalen Fahrrad. So fügt sich der Elektromotor unauffällig in das sportliche Aussehen von The Beast ein, denn das Rad ist von seiner Grundkonstruktion her ein Mountain Bike. Auf diese Weise wird das E-Bike seinem Namen auch gerecht: Es wird Sportlichkeit ausgestrahlt, anstatt preiszugeben, dass der Fahrer sich von der Technik unterstützen lässt.

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Ganz billig ist der Spaß – mit rund 4.000 Euro – natürlich nicht, aber dafür bekommt der Radler auch etwas Besonderes und zweifach Umweltfreundliches für sein Geld. Nur komplett selbst strampeln ist sauberer.

Judith Mantei

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