Das erste Solar-Familienauto der Welt

Ein Team der niederländischen Technischen Universität Eindhoven hat ein Solarauto entworfen, das mit seinen vier Sitzen wohl das erste solarbetriebene Familienauto der Welt ist. Das auf den Namen Stella (italienisch für Stern) getaufte Gefährt hat ein riesiges Dach voller Solarzellen. Damit soll sogar mehr Strom erzeugt werden können, als das Solarauto verbraucht. Für die Entwicklung seiner einzigartigen Familienkutsche brauchten die 22 Studenten des Solar Team Eindhoven gerade einmal ein Jahr.

Laut den Entwicklern ist die Umwelt- und Luftverschmutzung durch Abgase einer der großen Negativaspekte beim Autofahren – eine Lösung dafür könnten Elektroautos oder eben gleich Solarautos sein. Stella gewinnt Sonnenenergie über monokristalline Solarzellen auf dem Fahrzeugdach und speichert diese in einem Akku. So kann auch eventuell überschüssiger Strom verwendet werden und beispielsweise zu einem Teil den Strombedarf von Haushalten abdecken.

Die solare Familienkutsche ist aus Carbon und Aluminium gebaut und deshalb sehr leicht. Bei dem flachen Aufbau der Karosserie wurde sehr auf aerodynamisches Design geachtet, wodurch das Auto aber zugegebenermaßen etwas gewöhnungsbedürftig aussieht. Das Dach mit der großen Fläche von 4,5 mal 1,8 Metern verstärkt diesen Eindruck noch. Doch Stella ist definitiv eine Weiterentwicklung: Bisherige Solarautos waren meist Einsitzer und wenig praktikabel, aber Stella ist ein erster Schritt in Richtung mehr Komfort und verfügt neben vier Sitzen sogar über einen Kofferraum.

BvOF 2013 0704 EL STE-STELLA -HR-Als nächsten Schritt für Stella hat sich das Solar Team Eindhoven vorgenommen, das weltweit härteste Rennen für Solarfahrzeuge zu bewältigen. Die sogenannte World Solar Challenge führt 3.000 Kilometer quer durch Australien. Stella wird in der neuen Cruiser-Klasse starten, wo es in erster Linie auf Komfort und Usability ankommt. Um den Traum vom Rennen durch das australische Outback zu erfüllen, suchen die Studenten der niederländischen Universität Eindhoven derzeit noch nach zahlungskräftigen Sponsoren.

Matthias Schaffer

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