Darf es ein Hybrid sein?

Hybridfahrzeug

Während das Elektroauto leise vor sich hin kränkelt, befinden sich einige alternative Antriebstechnologien schon seit Jahren auf der Überholspur. So auch der Hybridantrieb. Was aber macht das Hybridfahrzeug so attraktiv?

Es steht außer Frage, dass wir im Automobilbereich umweltschonende Alternativen zu herkömmlichen Antriebstechnologien benötigen. Doch von der Erkenntnis zur Umsetzung ist es ein weiter Schritt. Während die Hersteller auf den großen Automobilmessen eine fantastische Lösung nach der anderen präsentieren, sind alternative Antriebe auf den Straßen vergleichsweise selten. Eine Ausnahme bilden da Hybridfahrzeuge, die schon seit Anfang der 90er Jahre serienmäßig vom Band laufen und sich immer größerer Beliebtheit erfreuen.

Denn der Hybridantrieb kann genau da punkten, wo das Elektroauto nicht aus der Spur kommt: bei Geschwindigkeit und Reichweite. Das Hybridfahrzeug besitzt sowohl einen Elektro- als auch einen Verbrennungsmotor. Je nach Bedarf kann es zwischen beiden Systemen hin- und her schalten. Auch die Kombination beider ist möglich. Das macht das Hybridauto zu einem flexiblen und modernen Fortbewegungsmittel.

Zum Anfahren, im Leerlauf oder im Stop-and-Go-Verkehr ist der Elektromotor im Einsatz. Beim kräftigen Tritt aufs Gaspedal schaltet sich automatisch der Verbrennungsmotor ein. Dieser lädt auch die Elektrobatterie wieder auf. Außerdem wird beim Bremsen durch Rekuperation Energie zurückgewonnen. Solange sich das Fahrzeug im Elektromodus befindet, zeigt es alle Vorteile eines reinen Elektroautos: Es fährt leise und absolut schadstoffarm. Daher eignet es sich vor allem für kurze Fahrten im städtischen Raum. Taxiunternehmen beispielsweise haben häufig Hybridfahrzeuge in ihrer Flotte, und das nicht nur aus Gründen des Umweltbewusstseins. Ein Hybridauto ist deutlich sparsamer im Verbrauch als herkömmliche Fahrzeuge.

  • Das könnte Sie auch interessieren:
  • Das Hybridauto aus Karton
  • Neuartiger Range-Extender für Elektroautos

Ob man es glaubt oder nicht: Der erste Prototyp eines Hybridfahrzeugs wurde schon 1900 von Ferdinand Porsche und Jakob Lohner entwickelt. Damals konnte es sich aber nicht durchsetzen. Heute haben zahlreiche Hersteller serienmäßig Hybridfahrzeuge im Programm. Auch die ehemals hohen Anschaffungskosten sind inzwischen auf ein moderates Niveau gesunken. Ein einfaches Hybridauto wie den Toyota Yaris gibt es schon ab gut 10.000 Euro. Hinzu kommen die Einsparungen durch den geldbeutelschonenden Antrieb. Im Jahr 2012 wurden in Deutschland über 20.000 Hybridfahrzeuge neu zugelassen. Zum Vergleich: Das Elektroauto kam nur auf eine Stückzahl von rund 3.000 bei insgesamt 3,1 Millionen Neuwagen. Nicht ohne Grund räumen viele der Hybridtechnologie weit bessere Chancen ein als dem reinen Elektromotor.

Josephin Lehnert

Add comment

Über das CleanEnergy Project

Das CleanEnergy Project ist ein non-profit Online-Magazin für alle Menschen auf der Suche nach mehr Nachhaltigkeit.

Das Team von CleanEnergy Project will Gestalter und nicht nur Zuschauer unserer Zeit sein.

Wir heißen alle willkommen, die sich uns als Autoren unserer Zeit anschließen möchten und bieten dafür unsere Plattform, das CleanEnergy Project.