Auto von morgen: Toyota Smart Insect

Der Automobilhersteller Toyota hat auf der Ceatec-Messe in Japan ein futuristisches, einsitziges Konzeptmodell mit Flügeltüren vorgestellt, ein Elektroauto, das vor allem auf dem Gebiet der telematischen Vernetzung besticht. So erkennt das Elektromobil seinen Besitzer an Stimme und Gesichtsausdruck.

Das Smart Insect ist ein intelligentes Fahrzeug, konzipiert für den Stadtverkehr. Tablet-Computer und Smartphone können im Auto angedockt werden und stehen dann als Navigationssystem oder Muskiplayer zur Verfügung. Es lernt die Gewohnheiten und Vorlieben seines Besitzers – und es denkt mit. Ist etwa auf der üblichen Strecke zur Arbeit am Morgen Stau, bietet es von sich aus eine alternative Route an. Ist die Batterie leer und der Fahrer hat vergessen, das Ladekabel anzuschließen, sendet das Smart Insect diskret eine Nachricht an das Smartphone seines Besitzers. Sensoren an den Türen und an der vorderen Stoßstange identifizieren mithilfe von Gesichts- und Stimmerkennung berechtigte Fahrer und öffnen ihnen die Türen.

Das Smart Insect ist zudem in der Lage, auf Gesten und Sprachbefehle zu reagieren. Auf Handzeichen lassen sich etwa die Nebelscheinwerfer oder das Audiosystem einschalten. Das Fahrzeug nutzt das „Toyota Smart Center“, ein Cloud-Computing-Netzwerk, das unter anderem die Stromspeicher von Elektrofahrzeugen in die Haushaltselektronik einbinden kann. Damit kann auch der Energieverbrauch von Elektroautos intelligent gesteuert werden. Im Verkehr lässt sich zum Beispiel der Anteil des Elektrobetriebs von Plug-in-Hybridfahrzeugen optimieren. Ein „Virtueller Agent“ im Toyota Smart Center erkennt die Stimme des Fahrzeugführers. Bei Toyota ist man der Ansicht, dass Telematiksysteme in Elektro- und Hybridfahrzeugen künftig verstärkt dazu eingesetzt werden, um ein optimales Energiemanagement zu gewähren.

Smart Insect steht übrigens für „Smart Information Network Social Electric City Transporter“, zugleich soll der Name das Bild eines kleinen Insekts vermitteln, das mit großen Flügeln herumfliegt, so wie das Fahrzeug sich frei durch ein Informationsnetzwerk bewegt und es dabei nutzt, erklärt ein Toyota-Sprecher auf der Ceatec 2012. Die Ceatec im japanischen Chiba gehört neben der Berliner IFA und der CES in Las Vegas zu den großen internationalen Elektronikshows.

Josephin Lehnert

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