Abgas-Nachbesserungen: Umweltfreundliche Autos

Abgasreduzierung
Volkswagen plant 1,5 Millionen Dieselmotoren nachzurüsten

Nachrüsten und umweltfreundlicher sein. Das ist nun die neue Agenda bei Volkswagen. Angesichts des Abgas-Skandals und möglicher Fahrverbote will der Autokonzern ungefähr 1,5 Millionen Dieselmotoren nachrüsten, um Luftverschmutzung durch Abgase zu reduzieren, das Stilllegen von Millionen von Autos zu vermeiden, und Schaden wiedergutzumachen.

In mehreren Teilen der Welt scheint die Umstellung auf Elektrofahrzeuge bzw. umweltschonende Motoren voll in Schwung zu sein. Nun hat Autokonzern Volkswagen angesichts dessen  Abgas-Nachbesserungen in Aussicht. Aus einem Gespräch mit Bundesumweltministerin Barbara Hendricks sagte der Vorstandschef bei VW Matthias Müller, der Konzern werde anbieten, insgesamt vier Millionen Fahrzeuge nachzurüsten und damit die Emissionen deutlich zu reduzieren. 2.5 Millionen davon seien jedoch nicht nur die Autos, die nach dem Abgasbetrug in die Werkstätten gerufen würden, sondern auch die ungefähr 850,000, mit Sechs und Achtzylinder-Dieselmotoren ausgerüsteten Wagen, die nun nachgerüstet werden müssten.  Aufgrund des Skandals um manipulierte Abgaswerte müssten weiterhin bereits schon 2.5 Millionen Autos umgerüstet werden. Besitzer, die ihre manipulierte VW-Dieselmotoren nicht fristgerecht umrüsten lassen, müssen dann letztendlich mit einer Stilllegung durch das Kraftfahrt-Bundesamt rechnen. Unter den betroffenen Autos wurde der VW-Kleintransporter Amarok in einem Schreiben des Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) erwähnt. Dabei soll es sich um eine illegale Abschalteinrichtung handeln. Die Zahl der betroffenen Amarok sei doch klein, nach Schätzungen gehe es sogar um 150 betroffenen Autos. Unklar ist es noch, wie viel von denen angemeldet und umgerüstet worden sind. Der Rückruf sei auf jeden Fall verbindlich: „nicht umgerüstete Autos Fahrzeuge könnten außer Betrieb gesetzt werden, laut „Spiegel Online“.

„Wir wissen um unsere Verantwortung für Umwelt und für unsere Arbeitsplätze“, sagte Müller laut „Merkur“. Trotz dieser Bereitschaft zu Nachbesserungen sind Fahrverbote immer noch möglich. Bundesumweltministerin Hendricks halte solchen Verbote für möglich, besonders wenn die Grenzwerte für Stickoxide weiter überschritten werden würden. Die Meinung der gesamten EU-Kommission ist allerdings nicht so optimistisch. Laut „Süddeutsche Zeitung“ verliere die EU-Kommission schon Geduld mit Mitgliedstätten und Autoherstellern.   EU-Industriekommissarin Elzbieta Bienkowska will beispielsweise die Maßnahme ergreifen, manipulierte Autos radikal aus dem Verkehr zu ziehen.

Quelle: https://www.merkur.de/wirtschaft/abgas-skandal-vw-will-insgesamt-vier-millionen-diesel-autos-nachruesten-zr-8523788.html