Wichtiger Wirtschaftsfaktor Umwelttechnik

Greentech-Atlas 2018: Wirtschaftsfaktor Umwelttechnik mit solidem Wachstum.
Greentech-Atlas 2018: Wirtschaftsfaktor Umwelttechnik mit solidem Wachstum.

Lange genug bildeten Industrie und Umwelt einen krassen Gegensatz. Damit ist es vorbei. Längst entwickelt sich ein konkurrenzfähiger Industriezweig, der Technologien für mehr Nachhaltigkeit einsetzt. Das zeigt auch eine Studie des Bundesumweltministeriums, die am Freitag veröffentlicht wurde. Die vorgestellten Daten bestätigen den Wirtschaftsfaktor Umwelttechnik. Der sogenannte GreenTech-Atlas 2018 belegt den Aufwind, in dem sich umweltfreundliche Technologien und Dienstleistungen befinden.

 

15 Prozent des deutschen Bruttoinlandproduktes entfallen mittlerweile auf Produkte, Dienstleistungen und Verfahren aus dem Umweltbereich. Das belegt der GreenTech-Atlas 2018. Dabei hat sich der Anteil in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „GreenTech made in Germany entwickelt sich mehr und mehr zum Modernisierungstreiber unserer Wirtschaft. Umweltinnovationen werden immer stärker dazu beitragen, dass deutsche Unternehmen neue Arbeitsplätze schaffen und auf den weltweiten Zukunftsmärkten bestehen können.“

Was genau unter GreenTech fällt, wird in der Studie zugegeben weit gefasst. Materialsparende Produktionsverfahren fallen ebenso darunter wie Abfalltrennung. Zur Berechnung wurde der Industriezweig in sechs Bereiche unterteilt. Sie unterscheiden sich in Energieeffizienz, effiziente Nutzung von Rohstoffen und Materialien, nachhaltige Mobilität, Verteilung und Speicherung von Energie sowie Kreislauf- und Wasserwirtschaft.

Wirtschaftsfaktor Umwelttechnik mit weiterem Wachstum

Der GreenTech-Atlas 2018 zeigt das gute Wachstum umweltfreundlicher Produkte und Dienstleistungen. 2016 lag das weltweite Marktvolumen bei 3.200 Milliarden Euro. Bis 2025 wird es voraussichtlich um jährlich 6,9 Prozent auf über 5.900 Milliarden Euro ansteigen. Deutsche Unternehmen stellen dabei einen Anteil von 14 Prozent am weltweiten Markt für Umwelttechnik und Ressourceneffizienz. Auch hier erwarten die Autoren der Studie ein starkes Wachstum bis 2025. Sie gehen von einem Jahreswachstum von 8,8 Prozent des Marktvolumens aus. 2025 sollen, Prognosen zufolge, 19 Prozent des Bruttoinlandproduktes auf grüne Technologien entfallen.

In den sechs definierten Bereichen (Energieeffizienz, effiziente Nutzung von Rohstoffen und Materialien, nachhaltige Mobilität, Verteilung und Speicherung von Energie sowie Kreislauf- und Wasserwirtschaft) sind bereits 1,5 Millionen Menschen beschäftigt. Das Bundesumweltministerium setzt verstärkt auf Umweltinnovationen. Schulze: „Wir dürfen uns auf unseren Lorbeeren nicht ausruhen. Der globale Wettbewerb in der GreenTech-Branche wird weiter zunehmen. Daher brauchen wir eine mutige ökologische Industriepolitik.“

Quelle: BMU

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