Erfrischend pünktlich durch den Sommer

Kaltes, klares Wasser und ein Spritzer frischer Zitronensaft: in einem gekühlten Glas serviert eine herrliche Erfrischung an heißen Sommertagen. Gießen Sie die selben Zutaten in eine Uhr von Bedol, und Sie benötigen für Ihren Zeitmesser nie wieder Batterien.

Passend zur heißen Jahreszeit ist die neue Uhr von Bedol erhältlich. Praktisch, formschön und umweltschonend zugleich präsentiert sich der originelle Zeitmesser, der Erinnerungen an den längst vergessen geglaubten Physikunterricht zum Vorschein bringt. Zum Betrieb des kleinen Wunderdings benötigen Sie nur frisches Leitungswasser und einen kleinen Spritzer Zitronensaft.

Batterien, Kabel, Chemikalien und Strom: alles Dinge, ohne die der stilsichere Zeitanzeiger spielend auskommt. Dass die Uhr dennoch funktioniert, verdanken wir den beiden Herren Luigi Galvani und Alessandro Volta. Der säurehaltige  Zitronensaft im Wassertank verbindet zwei unterschiedliche Metalle. Zusätzlich besitzt er die Fähigkeit, Strom zu leiten und verwandelt sich so in ein Elektrolyt. Eine metallische Verbindung zwischen diesen drei Elementen führt zur Entstehung einer elektrochemischen Zelle. Da nun in einem einfachen Vorgang chemische Energie in elektrische Energie umgewandet wird, bezeichnet man das Ganze als galvanische Zelle.

Das kleine „Physiklabor“ hat dabei nur eine Größe von etwa zehn mal neun Zentimeter. Praktischerweise muss das Wasser nur alle sechs bis acht Wochen gewechselt werden. Während dieser Zeit funktioniert die Uhr sekundengenau. Darüber hinaus entfällt das lästige Aufziehen. Ganz auf Hightech brauchen Sie im 21. Jahrhundert allerdings nicht zu verzichten. Tief im Inneren versteckt sich ein kleiner Speicherchip. Er sorgt dafür, dass das Display auch nach dem Wasserwechsel wieder die exakte Zeit anzeigt.

Da Sie ab nun keine Batterien mehr für Ihre Uhr benötigen, reduzieren Sie automatisch Ihren Verbrauch an schädliche Stoffen wie Nickel, Mangandioxid oder Lithiumiodid. Sommerlich leicht ist auch der Preis der Digitaluhr. Zirka zwölf Euro kostet die Auffrischung des Physikunterrichts. Obendrein präsentiert sich der clevere Zeitmesser in den erfrischenden Farben Grün, Blau, Gelb und Silber.

In Anbetracht dieser Tatsachen scheint einzig und allein eine Sonnenuhr noch umweltfreundlicher und ressourcenschonender zu sein. Vergessen Sie also beim nächsten Mal Gießen nicht Ihre neue Uhr!

Joachim Kern

2 Bemerkungen

  • die idee ist klasse, aber eine galv. zelle (vulgo “batterie”) selbstgemacht ist immer noch eine batterie.
    nichts anderes mache ich, wenn ich elektrolyten (mit zitronensäure versetztes wasser) und die in der uhr vorhandenen metallelektroden verbinde.

    insofern ist diese maschine -wie so vieles andere auch- augenwischerei:
    die metallelektroden für diese uhr müssen genau so produziert werden wie die metallelektroden für eine handelsübliche batterie.