Stromeinsparung auf Basis der Supraleitung

Weltkugel; Bild: shutterstock

1972 erhielten Leon Cooper et.al den Nobelpreis für die Entdeckung der Supraleitung. Bei einer Supraleitung tendiert der elektrische Widerstand gegen null, wodurch kaum Energieverluste auftreten. Erreicht wird eine Supraleitung zum Beispiel dadurch, dass Elektronen bei minus 273 Grad Celsius Paare bildet (die so genannten Cooper-Paare). Diese Temperatur kann mit flüssigem Helium erreicht werden. 1987 erhielten die beiden Physiker Georg Bednorz und Alex Müller den Nobelpreis für die Entdeckung keramischer Hochtemperatursupraleiter (Hochtemperatur-Cuprate). Diese Materialien ermöglichen eine Supraleitung schon bei zirka minus 160 Grad Celsius und werden in Industrie und Forschung weltweit eingesetzt. Die Kühlung erfolgt bei diesem Modell mittels flüssigen Stickstoffs.

Sozusagen als Nebenprodukt der Forschungen über Hochtemperatursupraleitungen wurde ein Gerät entwickelt, bei dem – unter Verwendung bestimmter Materialien – bei Zimmertemperaturen genügend Cooper-Paare gebildet werden, um den Widerstand herabzusetzen und so den Stromverbrauch um mindestens fünf Prozent zu reduzieren. Dieses von der südkoreanischen Firma Keseco entwickelte Gerät namens “Ultra”  wurde vor 16 Jahren weltweit patentiert und in jahrelanger Forschungsarbeit zur Marktreife gebracht. Vor neun Jahren kam das Gerät in Südkorea auf den Markt und wurde über Asien, Süd- und Nordamerika nach Europa eingeführt.

Besonders Produktionsunternehmen, mit einem großen Anteil elektrisch betriebener Maschinen, können mit „Ultra“ zwischen sieben und zwölf Prozent Strom einsparen. Bei reinen Verwaltungsgebäuden, die hauptsächlich Strom für Licht und IT benötigen, liegt die Einsparung bei fünf bis 6,5 Prozent. Die Amortisation der Investition ist bei Unternehmen mit konstantem Stromverbrauch schneller erreicht als bei Firmen mit hohen Stromspitzen, da diese für gewöhnlich ein größer dimensioniertes Gerät benötigen. Dafür beträgt der Einspareffekt bei Unternehmen mit hohen Stromspitzen bis zu 15 Prozent.

Im Normalfall liegt die Investition für das System zwischen einer und zwei Monatsstromrechnungen und der ROI zwischen zehn und 24 Monaten.

Neben der Strom- und damit Kosteneinsparung hat „Ultra“ auch den Vorteil, dass durch die Reduzierung des Widerstandes in der Leitung die Wärmeentwicklung geringer ist und so die elektrischen Geräte mehr geschont werden.

Roland Haagen

5 Bemerkungen

  • Siemens hatte vor sehr vielen Jahren zur Reduzierung der Energieübertragungsverluste eine unterirdisch zu verlegende Koaxialleitung entwickelt. Das würde uns Engergie und Kosten einsparen lassen, Keine Sturmschäden, kein breite Waldschneise, kein Schneebruch und vieles mehr.

  • Hallo Ewald,

    das Gerät arbeitet bei Zimmertemperatur. Es benötigt keinen Stickstoff. Das System basiert auf der Supraleitung – Supraleitung bedeutet das Widerstand in der Leitung gegen null geht. Bei diesem System verringert sich der Widerstand um 5 – 15%.

  • Having seen over 10 test results in various industrial areas (large scale industrial companies) with various load types. Regardless of load type (inductive, resistive, variable or constant) the product have shown a zero or small negative saving. Two companies were seriously involved in launching the product in Western Europe – both failed. A registered patent does not guarantee that the product works and the patent specification itself is very poor.