Sonnenenergie für den Hausgebrauch

Solaranlage auf Eigenheim

Immer mehr private Haushalte verfügen über eigene Photovoltaikanlagen. Ein neues Smart-Home-System verspricht eine Lösung zur optimalen Nutzung der häuslichen Stromproduktion.

Viele deutsche Haushalten verfügen über Solarzellen auf dem Dach, die nicht nur erneuerbare Energie im kleinen Rahmen produzieren, sondern diese auch meistens über ein Blockheizkraftwerk im Keller für den Eigengebrauch nutzbar machen. Die Hauseigentümer werden so ganz oder teilweise zu Selbstversorgern mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen.

Produktion und Verbrauch besser abstimmen

Eine Schwierigkeit für viele Nutzer ist es jedoch nach wie vor, die eigene Stromproduktion optimal mit dem Verbrauch abzustimmen. Ein führender Anbieter für Smart-Home-Systeme, das Kölner Unternehmen Rockethome, hat dafür ein neues Produkt entwickelt.

Über eine neue Smart-Metering-Plattform können die privaten Stromproduzenten die von ihnen erzeugte Solarenergie visualisieren lassen. Die Photovoltaik-Messwerte werden dabei von den Netz- und Messstellenbetreibern interaktiv und nachvollziehbar aufbereitet. „Mit der visuellen Aufbereitung und Interpretation der Daten können Versorger ihren Kunden einen sichtbaren Mehrwert beim Einsatz von Photovoltaikanlagen bieten“, sagt Rockethome-Geschäftsführer Yüksel Sirmasac. Ein weiterer Effekt: Je besser der Kunde Erzeugung und Verbrauch nachvollziehen und automatisch optimieren könne, desto leichter sei er von den Vorteilen solcher Anlagen zu überzeugen, sagt er.

Vom Konsumenten zum „Prosumenten“

Die Photovoltaik-Visualisierung liefert auf einer Benutzeroberfläche alle wichtigen Kennzahlen für einen schnellen und aktuellen Überblick der gemessenen Photovoltaik-Daten. Für den Anlagenbesitzer steht dadurch eine Gesamtbilanz mit Verbrauchskosten und Einspeisevergütung zur Verfügung. Die Visualisierung von ein- und ausgespeisten Energiemengen sowie die Darstellung von vergangenen und prognostizierten Energiemengen und -kosten bieten dem Stromproduzenten zusätzliche Transparenz. Der ursprüngliche Energiekonsument soll damit zum sogenannten Prosumenten gemacht werden, indem er Transparenz in Bezug auf Verbrauch und Einspeisung der von ihm erzeugten Energie bekommt. 

Daniel Seemann

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