Seltene Erden recyceln

Seltene Erden sind in Wirklichkeit gar nicht so selten wie man denkt. Immerhin kommen sie in praktisch jedem Smartphone, Tablet oder Elektroauto vor. Allerdings ist ihre Förderung oftmals mit Schwierigkeiten verbunden und die Preise am Weltmarkt steigen. Ein Grund mehr, sich über Recyclingverfahren Gedanken zu machen.

So geschehen bei Honda, wo man nach dem Tsunami 2011 und den damit verbundenen wirtschaftlichen Einbußen erstmals einen Weg suchte, die kostenbaren Seltenen Erden wiederzugewinnen – aus schrottreifen Autos.

Dazu tat sich der japanische Autohersteller mit dem Chemiekonzern Japan Metals & Chemicals zusammen. Man zerkleinerte Batterien ausgediehnter Elektroautos, trennte Kunststoff- und Metallteile ab und löste die restlichen Stoffe in Säure. Dabei erhielten die Ingenieure eine Flüssigkeit, aus der sie 80 Prozent der Seltenen Erden mittels eines elektrischen Verfahrens wiedergewinnen konnten.

Siemens, BASF, Osram oder Daimler wollen nachziehen und beschäftigen sich ebenfalls mit dem Recycling von Seltenen Erden im großen Stil.

Seltene Erden sind in allen möglichen Produkten vorhanden, nicht nur in Batterien von Elektromobilen und Smartphones, auch in Leuchtstoffröhren, Energiesparlampen, Windrädern und LED-Monitoren. Sollten sich Recycling-Verfahren für seltene Erden durchsetzen, wäre das eine große Entlastung nicht nur für die Umwelt, auch für die angespannte Situation am Weltmarkt.

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