Sanya Skypump: Straßenlaterne als Ladestation

Computer Rendering of Sanya Skypump by Urban Green Energy and GE Energy car and EV charging station; picture: Urban Green Energy

Elektrofahrzeuge können ein Baustein in Richtung einer umwelt- und klimaverträglicheren Zukunft sein. Das macht aber nur Sinn, wenn die für den Ladevorgang verwendete Energie auch tatsächlich aus nachhaltigen Quellen stammt und ein flächendeckendes Netz aus Ladestationen vorhanden ist. Das auf Windkraft spezialisierte und in New York ansässige Unternehmen Urban Green Energy hat ein System entwickelt, das genau in diese Richtung geht: eine solar- und windbetriebene Straßenlaterne, die neben Licht auch Strom für Elektrofahrzeuge zur Verfügung stellt.

Dafür kombiniert das Unternehmen gewissermaßen mehrere Einzelprodukte zu einem Gesamtkunstwerk. Die Laterne besteht nämlich aus der Straßenlaterne Sanya – die durch eine Solaranlage und eine der Windturbinen eddy, eddyGT oder UGE-4K betrieben wird – und der von GE Energy hergestellten GE WattStation.

Diese beinhaltet die nötige Elektronik, um Elektrofahrzeuge anzuschließen und mit dem durch Sonnen- und Windkraft gewonnenen Strom zu laden. Und ganz nebenbei kann mit der sehr flexiblen und platzsparenden Energiestation auch noch die Straße beleuchtet werden.

Im Gegensatz zu vielen, in letzter Zeit hier im CleanEnergy Project Online-Magazin vorgestellten Stromerzeugern, ist die Sanya Skypump bereits erhältlich – eine Landkarte mit Händlern gibt es auf der Webseite von Urban Green Energy. Dort kann man sich dann auch gleich seine eigene Sanya Skypump virtuell bauen, denn diese ist in mehreren Varianten erhältlich. Mit Hilfe eines Online-Konfigurators kann zwischen einer, an das Stromnetz angeschlossenen oder batteriebetriebenen Anlage, den drei Turbinen eddy, eddyGT und UGE-4K, jeder beliebigen Farbe und zwischen den Größen drei, sieben, 13 und 20 Meter ausgewählen werden. Die auf diese Art erstellte Straßenlaterne kann dann über ein Formular direkt an Urban Green Energy geschickt werden, die sich dann mit weiteren Informationen und einem Angebot melden.

Ein Straßenlaternenprojekt der etwas anderen Art ist übrigens das Park Spark Project von dem Künstler Matthew Mazzotta. Er hat in einem Park der US-Stadt Cambridge in Massachusetts  eine Anlage errichtet, die mit der Hilfe von Hundekot Energie für die Beleuchtung erzeugt!

Matthias Schaffer

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