PV macht’s möglich – Info- und Werbetafeln leuchten autark

Warntafel für radioaktive Strahlung; Bild: Dr. Rudi Danz

Die Kreation solar betriebener Informationstafeln und Werbeträger ist das Spezialgebiet des Physikers und ehemaligen Fraunhofer-Forschers Dr. Rudi Danz. Mit Hilfe von Solarzellen auf optischen Substraten (zum Beispiel Glas) und fluoreszierenden Beschichtungen ist es ihm gelungen, verschiedene Schilder zu entwickeln, die elektrischen Strom für die Eigenbeleuchtung generieren.

Gemäß der auf dem Bild oben links gezeigten Warntafel für radioaktive Strahlung hat Danz ein Schild aus Glas beziehungsweise Kunststoff (1) entworfen, auf das als Piktogramm segmentartig Solarzellen aufgebracht sind (2). Auf den von den Solarzellen frei gelassenen Flächen befindet sich eine Licht transportierende Schicht (3) aus gelbem Fluoreszenzmaterial.

Die segmentartig aufgebrachten Solarzellen liefern elektrischen Strom, der zur Beleuchtung der Informationstafel mit Leuchtdioden oder auch für weitere Stromverbraucher verwendet werden kann.

„Die auf dem optischen Substrat befindliche gelbe Fluoreszenzbeschichtung dient nicht nur als Anzeigemerkmal. Sie leitet auch das auftreffende Sonnenlicht zu den Solarzellen, wo sie die Strahlung konzentriert und so den Strom verstärkt“, erklärt der Erfinder. Die von ihm entwickelte Technik bieten sich neben Informationsschildern auch beispielsweise für beleuchtete Hausnummern, Kraftfahrzeugkennzeichen oder Werbetafeln an.

Laut Danz sollen die derart ausgeklügelten, solar betriebenen Infoschilder eine größere Menge an elektrischer Leistung aufweisen als vergleichbare herkömmliche Informationsträger mit extra angebrachten Photovoltaikzellen. „In Verbindung mit leistungsfähigen Akkus ist die Beleuchtung der Informationstafeln auch unter ungünstigen Einstrahlungsbedingungen gesichert“, verspricht der Physiker und ergänzt: „Der Einsatz dieser Solartechnologie kann nicht nur einen Beitrag zur autonomen Energieerzeugung mit technischen Einspareffekten und Vorteilen für die Umwelt leisten, sondern auch indirekt zur Verbreitung der Solartechnik beitragen.“

Corinna Lang

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