Ökologische Notebooks – der Trend von morgen?

Da Klimaschutz und Technik immer mehr ins Bewußtsein der Bevölkerung rücken, nicht zuletzt auch wegen der verheerenden Umweltkatastrophen, die sich in den letzten Monaten ereignet haben, setzt sich auch die Politik verstärkt für mehr Ökologie im Alltag der Bevölkerung ein. Neue Bestimmungen für die Herstellung technischer Geräte lässt die Produktion auf bessere ökologische Standards setzen. Gerade die Unterhaltungselektronik mit steigenden Verkaufszahlen bietet neue Ansätze zum Beispiel für umweltschonende Materialien. So haben der Hightech-Verband Bitkom, das Umweltbundesamt (UBA) und das Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Inneren (BeschA) 2009 hierzu einen neuen Leitfaden „Empfehlungen für die umweltfreundliche Beschaffung von Notebooks“ veröffentlicht.

Eigentlich für Einkäufer der öffentlichen Hand bestimmt, können auch private Unternehmen von den Tipps zum Einkauf umweltfreundlicher Notebooks profitieren. In dem Leitfaden werden unter anderem Kriterien wie Energieverbrauch, Materialeigenschaften und Geräuschemissionen bei Notebooks erklärt.

Die Umweltorganisation Greenpeace beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema und veröffentlicht im „Guide To Greener Electronics“ regelmäßig ein „Umwelt-Ranking“ der 18 führenden Hersteller von Computern, Mobiltelefonen, Fernsehgeräten und Spielkonsolen. Die Spitzenpositionen im aktuellen Ranking nehmen ein weiteres Mal Nokia (7,5 von zehn möglichen Punkten) und Sony Ericsson (6,9 Punkte) ein. Die Produkte beider Hersteller werden bereits ohne Polyvinylchlorid (PVC) und bromierte Flammschutzmittel (BFRs) auf den Markt gebracht. Schlechte Noten erhielten beispielsweise Samsung (3,7 Punkte) und Fujitsu (3,5 Punkte), deren Produkte noch nicht ohne giftige chemische Hilfsstoffe auskommen.

Allerdings ist Vorsicht geboten bei ungeschützten Begriffen wie „ökologisch“ oder „klimafreundlich“. Sie tauchen in allen Branchen auf, die Werbung für umweltfreundliche Produkte machen. Doch nicht jedes Notebook ist so ökologisch wie es zu sein scheint. Daher bekommt die Werbebranche nun in Form der Checkliste „Werbung und Marketing mit Umweltbezug” der Internationalen Handelskammer (ICC) eine Hilfestellung für die Entwicklung von Werbebotschaften mit ökologischem Bezug.

Eine ökonomische wie auch ökologische Alternative zu neugekauften Notebooks bietet gebrauchte Hardware. Verschiedene Firmen bieten in ihren Onlineshops für Verbraucher, Institutionen und Firmenkunden eine breite Produktpalette, die von gebrauchten Notebooks, PCs, Monitoren bis Servern reicht. Dabei handelt es sich vielfach um Markengeräte, die im Schnitt zirka drei Jahre alt sind und nach einer umfassenden technischen Überholung zu Bestpreisen angeboten werden. Alleine durch die Aufbereitung wird pro Jahr in jeder Firma eine fünfstellige Anzahl von Geräten wiederverwertet.

Sina Thoma

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