Messeveranstaltungen und Umweltschutz – ein Widerspruch an sich?

Messe-veranstaltungen – selbst die der ‘Green Tech’-Branche – sind nicht gerade dafür bekannt, besonders umweltfreundlich zu sein. Jede Messe verursacht eine ganze Reihe an Umweltbelastungen: angefangen mit der Produktion der Messestände, deren Transport und anderen Logistikleistungen, bis hin zu dem während und nach der Messe entstehenden Abfall. Sehr viel Material und selbst die meisten Stände landen nach der Messe nämlich einfach auf dem Müll. Photovoltaik-Produzent Yingli Green Energy war auf der Suche nach einem Weg, seine Messeauftritte “grüner” zu gestalten und stieß dabei auf die ‘greenstand’-Initiative für klimaneutrale Messestände. Der erste Yingli ‘greenstand’ wird auf der Intersolar in München zu sehen sein.

 

Yingli Green Energy ist einer der weltweit größten vertikal integrierten Photovoltaik-Produzenten. Es ist ein Kernanliegen des Unternehmens, nicht nur die PV-Module, sondern auch jeden Schritt des Produktionsprozesses so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten. Das Unternehmen ist für zahlreiche Umweltstandards unabhängiger Organisationen zertifiziert und unterhält Partnerschaften mit Prozessoptimierungs-Spezialisten wie der deutschen SIC Processing AG und dem internationalen PV Cycle. Zusätzlich bemüht sich der Solar-Spezialist stetig weitere Geschäftsbereiche noch umweltfreundlicher zu gestalten. Da für 2010 mehrere große Events geplant sind, hatte sich Yingli vorgenommen, seine Messeauftritte „grüner“ zu gestalten und fand in dem Münchner Messespezialisten atelier damböck mit seiner „greenstands“-Initiative für klimaneutrale Messestände den richtigen Partner.

CO2-Emissionen: Vermeiden – Reduzieren – Ausgleichen

Die klimaneutralen Stände der greenstands Initiative von Messespezialist atelier damböck beruhen auf drei Grundsätzen: 1. vermeiden, 2. reduzieren, 3. ausgleichen.

Im ersten Schritt werden die Quellen der anfallenden CO2-Emissionen analysiert und das Einsparpotenzial ermittelt, beispielsweise über energiesparende Produktionsprozesse, eine Optimierung der Logistik und vieles mehr. Anschließend wird der CO2-Ausstoß verringert, unter anderem durch den Einsatz umweltschonender Rohstoffe und der Mehrfachnutzung von Materialien sowie der Standausstattung. In einem dritten Schritt werden Emissionen, die nicht vermeidbar sind, kompensiert. Die Münchner Beratungsgesellschaft ClimatePartner bietet dazu eine objektive, unabhängige Berechnung der Emissionen und die Option, diese mit dem Kauf von international anerkannten Klimaschutzzertifikaten zu kompensieren. Der Käufer der Zertifikate kann dabei wählen, welches Klimaschutzprojekt er unterstützen möchte.

„Das greenstands Projekt ist genau die Art von Initiative, nach der wir gesucht haben”, erklärt Liansheng Miao, Gründer und CEO von Yingli Green Energy. „Mithilfe von greenstands können wir ein Umweltschutzprojekt in Kapstadt unterstützen, das unser Engagement im Rahmen der offiziellen Kampagne der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™’20 Zentren für 2010’ sehr gut ergänzt. Im Rahmen dieser Kampagne rüsten wir 20 Gesundheits-, Bildungs- und Fußballzentren in ganz Afrika mit Solarsystemen aus. Ziel der Kampagne ist es, über Fußball als zentrales Element diese Zentren zur Gesundheitsaufklärung und Bildung in sozial benachteiligten Gemeinden zu nutzen, und so einen bleibenden Wert auch nach dem Ende der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ zu schaffen”, ergänzt Miao.

„Die Initiative greenstands ist bereits auf reges Interesse gestoßen, trotzdem gibt es natürlich nach wie vor viel zu tun. Wir versuchen weiterhin Aufklärung im Markt zu betreiben und noch mehr Partner, wie beispielsweise auch Messeleitungen und Event-Veranstalter, für greenstands zu gewinnen. Der Schlüssel zum Erfolg der Initiative sind jedoch Unternehmen wie Yingli Green Energy, die bereit sind, sich für umweltverträgliche Lösungen zu engagieren und in Projekte wie den klimaneutralen Messestand zu investieren“, betont Andreas Damböck, Geschäftsführer der Atelier Damböck Messebau GmbH.

Als Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien legt Yingli Green Energy nicht nur großen Wert darauf, Solartechnik für eine grünere und saubere Umwelt einzusetzen, sondern auch darauf, jeden seiner Geschäftsbereiche und Prozesse so umweltfreundliche wie möglich zu gestalten. Im Rahmen der praktischen Umsetzung dieser Vision war es für Yingli Green Energy beispielsweise ein logischer Schritt, sich als erstes chinesisches Mitglied bei „PV Cycle“ zu engagieren. Die Mitglieder von PV Cycle verpflichten sich freiwillig zur Entwicklung eines Rücknahme- und Recycling-Programms für Solarmodule, die das Ende ihres Lebenszyklus erreicht haben. Darüber hinaus ist Yingli für sein Umweltmanagement mit dem ISO 14001-Zertifikat ausgezeichnet worden.

Der erste “greenstand” von Yingli Green Energy wird auf der Intersolar vom 9. – 11. Juni in Halle B5, Stand 228 – zu sehen sein.

Rebecca Jarschel, Yingli Green Energy Europe GmbH

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