Heizungsanlagen werden netzautark

Holzpellets

Bei vielen BHKW-Anlagen entsteht ungenutzte Abwärme. Über Thermogeneratoren kann daraus genügend Strom für den Betrieb der Heizungsanlage gewonnen werden.

Basis hierfür sind thermoelektrische Generatoren, die Temperaturdifferenzen zur Stromerzeugung nutzen. Die neueste Generation thermoelektrischer Generatoren vereint dabei den flexiblen Einsatz mit hoher Wirtschaftlichkeit. „Unsere neuartigen Thermogenerator-Module bieten deutliche Steigerungen der Wandlungseffizienzen, einen innovativen Systemaufbau und ein Produktionsverfahren, das kostengünstig und qualitativ hoch optimiert ist“, erklärt Holger Ulland, Geschäftsführer des Duisburger Herstellers O-Flexx.

Amortisierung nach rund zehn Jahren

Die Produktreihe „O-Flexx Power Strap“ erzeugt bei einem Temperaturunterschied von 140 Kelvin zwischen Heiß- und Kaltseite eine Leistung von 1,7 Watt pro Meter. Dies wurde dem Unternehmen von unabhängiger Seite (Hochschule Rhein-Waal) bestätigt. Die thermoelektrischen Module des Unternehmens können vor allen Dingen bei Heizanlagen wie beispielsweise Pelletöfen, Heizkesseln und BHKWs eingesetzt werden.

Die Rechnung ist recht einfach: Angenommen, ein Pelletofen läuft 1.500 Stunden pro Jahr in Volllast und verbraucht dabei etwa 50 Watt. Dieser Verbrauch könnte vollständig durch die von der Heizanlage produzierte Wärme gedeckt werden. Bei einer durchschnittlichen Laufzeit derartiger Anlagen von rund 15 bis 20 Jahren würde sich der Einsatz thermoelektrischer Module spätestens nach zehn Jahren rechnen. So kann nicht nur Strom eingespart, sondern auch eine Heizanlage autark vom Stromnetz installiert werden. Das spart weitere Ressourcen und Kosten für den externen Stromanschluss und die notwendige Elektrik in der Anlage.

Daniel Seemann

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