Gefrorene Energie

Gefrorene Energie

Regenerative Energien kranken noch immer an adäquaten Speichermöglichkeiten. Denn auch die umweltverträglichste Energieerzeugung nützt nicht viel, wenn man den Strom nicht über längere Zeit speichern kann. Viele Ideen zur Lösung dieses Problems sind schon vorgetragen worden. Eine interessante ist die von Peter Dearman, der Strom kurzerhand tiefgefroren hat.

Die Idee kam ihm während der Suche nach einem alternativen Antrieb für sein Auto. Schon als Teenager hatte er sich überlegt, dass es nicht genügend Rohstoffe für dauerhaften Autoverkehr gebe und nach möglichen Auswegen gesucht. Schließlich kam er auf den Dreh, Energie in Form von Kälte zu speichern. Er nutzt dazu gefrorene, verflüssigte Luft. Der Gedanke hierzu klingt schlüssig: Luft ist zur Genüge vorhanden und bietet daher ein nahezu endloses Speichermedium.

Die Luft wird mittels überschüssiger regenerativ erzeugter Energie – nachdem ihr Wasserdampf und CO2 entzogen wurden – stark heruntergekühlt und beginnt bei etwa minus 190 Grad Celsius sich zu verflüssigen. Diese flüssige Luft wird in Vakuum-Behältern gespeichert. Steigt der Energiebedarf, wird die Flüssigkeit erwärmt. Dadurch setzt ein Verdunstungsprozess ein, die Luft wird wieder gasförmig, die damit einhergehende Steigerung des Drucks treibt eine Turbine zur Stromerzeugung an.

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Dearman zeigt sich überzeugt, dass sein Konzept mit anderen Speichermöglichkeiten konkurrieren kann. Der klare Vorteil sei, dass es nicht von traditionellen und zum Teil sehr raren Materialien wie seltenen Erden abhängig sei. Das Unternehmen Highview Power Storage betreibt bereits eine Pilotanlage und testet das Verfahren im englischen Slough. Zwar sei die Effizienzrate mit etwa 25 Prozent noch gering, aber man glaube, dass diese sich im großmaßstäblichen Einsatz auf 70 Prozent erhöhen könne, heißt es von Seiten des Unternehmens.

Josephin Lehnert

2 Bemerkungen

  • Eine Form der Energiespeicherung, die wirklich idiotensicher, ausbaubar und besser ist als fast alles, was wir derzeit haben – nicht, was wir mti Freier Energie nach Tesla/Turtur schon längst haben könnten -, und vor allem sehr gut den Strom nutzen könnte, der manchmal sehr teuer ins Ausland gegen Bezahlung – wir zahlen auch noch! – abgeschoben wird, wäre doch wohl H2O-Trennung.

    Dass es nicht gemacht wird, zeigt, dass man es nicht will, denn es wäre sinnvoll, würde aber komplett die Machtverhältnisse verändern.

    Also innovative Kleinunternehmen: Stellt Lösungen bereit, den dem Hausbesitzer Autonomie erlauben, die ihm Stromindustrie- und Netz-unabhängige Stromgenerierung und ENERGIESPEICHERUNG zum späteren Abruf erlauben.

    Sonne scheint / Wind bläst, H2O wird aufgespalten, H gespeichert und ist bei Bedarf später verwendbar.