Startschuss für die erste E-Via24

Auto

Wenn heute der Startschuss für die erste E-Via24 fällt, dann starten die Teilnehmer in einen dreitägigen Wettbewerb, der sie durch insgesamt drei Länder führt. Teilnahmeberechtigt sind alle Fahrzeuge, die für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen sind, ausschließlich mittels Elektroantrieb betrieben werden und über zwei, drei oder vier Räder verfügen.

Ein nachhaltiges Zeichen setzen. Den Veranstaltern der E-Via24 ist es ein Anliegen, mit dieser Rallye ein bleibendes Zeichen zu setzen. Sie kämpfen für eine gesteigerte Akzeptanz der Elektromobilität und betreiben Bewusstseinsbildung für klimafreundliche Verkehrskonzepte. Ein besonderer Aspekt der Rennveranstaltung selbst ist, dass diese durch die benachbarten Länder Österreich, Ungarn und Slowenien führt.

Beinahe könnte ein interessierter Beobachter der Automobilbranche zu dem Schluss gelangen, dass der Zeitpunkt der ersten E-Via24 nicht ganz zufällig gewählt ist. Schließlich fällt die dreitägige Rennveranstaltung just in einen Zeitraum, der durch die intensive Debatte über die Sinnhaftigkeit und Alltagstauglichkeit reiner Elektrofahrzeuge geprägt ist. Lassen wir jedoch derartige Spekulationen beiseite und wenden wir uns den Fakten zu.

Die Kriterien. Ingesamt führt die E-Via24 über eine Gesamtstrecke von 336 Kilometer. Diese ist in zwei Tageswertungen zu je zwei großen Etappen aufgeteilt. Abschließend spiegelt das Gesamtergebnis die Resultate der insgesamt 14 Zwischenwertungen wider.

Der Rennplan sieht zwar einige Ladepausen vor, die Ladedauer selbst ist jedoch strikt limitiert. Hinzu kommt, dass sämtliche teilnehmenden Fahrzeuge über eine Straßenzulassung verfügen und reine Elektrofahrzeuge sein müssen. Die Anzahl der Räder kann jedoch zwischen zwei und vier Stück variieren.

Da die Teilnehmer nicht in unterschiedliche Klassen eingeteilt sind, entscheidet bei der ersten E-Via24 nicht die Geschwindigkeit über den Gesamtsieg. Vielmehr gewinnt jener Teilnehmer, der am Ende des Wettrennens die gleichmäßigste und zugleich energiesparendste Fahrweise vorweisen kann. Mehrere Geschicklichkeitsdisziplinen vervollständigen das Rennprogramm.

Das Resultat. Die E-Via24 kann demzufolge nicht als echte Rennveranstaltung gewertet werden. Zu sehr ähnelt die Rundfahrt einer Werbetour für Elektromobilität. Dennoch ist der Wettbewerb eine wichtige Veranstaltung, die das Thema E-Mobility einem breiten Publikum nahe bringt und die aktuelle Diskussion zu diesem Thema gewiss bereichert.

Joachim Kern

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