Der Eisbär als Vorbild für solares Heizen

Eisbär als Symbol für den Klimawandel

Der Eisbär – inzwischen als Symbol für den Klimawandel auserkoren – macht es uns vor: Auf raffinierte Weise nutzt er das Sonnenlicht und spart dadurch Energie. Energie, die er benötigen würde, um seine Körpertemperatur aufrecht zu erhalten.

Der Trick besteht darin, dass Sonnenlicht, sobald es auf das Eisbärenfell trifft, durch die transparenten Pelzhaare geleitet und von der schwarzen Haut des Bären absorbiert und in Wärme umgewandelt wird.

Im Gegenzug schützt ihn sein dickes Haarkleid, in das viele kleine Luftpolster eingeschlossen sind, vorm Wärmeverlust. Für den Eisbären, der ständig kalten Wasser- und Lufttemperaturen sowie starkem Wind ausgesetzt ist, ein unerlässlicher Schutz.

Das selbe Funktionsprinzip gilt für Transparente Isoliermaterialien (TIM), auch Transparente Wärmedämmung genannt (TWD). Das Dämmmaterial besteht aus lichtleitenden Elementen, die Sonnenstrahlen auf eine schwarze Absorberschicht führen. Da die Wirkung der lichtleitenden Elemente vom Sonnenstand abhängig ist, wird gewährleistet, dass Wärme nur im Winter erzeugt wird. Die gute Isolationswirkung wirkt sich dagegen im Winter (die Wärme bleibt im Gebäude) und im Sommer (im Gebäude bleibt es kühl) aus.

Die „solare Wandheizung“, die den Bedarf an Wärmeenergie und somit Heizkosten senkt, wird wie gewöhnlich an die Fassade angebracht. So bleibt das Dach für Photovoltaik und Solarthermie nutzbar. Die Technik ist sowohl für Neubauten als auch bei energetischen Gebäudesanierungen geeignet.

Der Fachverband Transparante Wärmedämmung e.V. informiert herstellerneutral über die klimafreundlichen Isoliermaterialien.

Corinna Lang

Add comment