Tag der Städtebauförderung

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„Mein Stadtteil soll grüner werden, er soll radler- und fußgängerfreundlicher sein!“, wünschen sich viele Bewohner der Großstädte. Maßnahmen der Stadterneuerung würden über die Köpfe der dort Lebenden hinweg geplant, beklagen Bürger oft resigniert.

Mit dem „Tag der Städtebauförderung“, der am Samstag, den 9. Mai, erstmals stattfindet, soll daher einer breiten Öffentlichkeit vermittelt werden, welche Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung es gibt, um mit guten Kompromissen eine lebenswerte Stadt für Alle zu gestalten.

Die Städtebauförderung in Deutschland ist ein Gemeinschaftsprojekt von Bund, Ländern und Kommunen. Sie besteht seit 40 Jahren und hat sich immer wieder als sinnvoll erwiesen, wenn ein kommunales Projekt aufgrund seiner Komplexität auf eine zusätzliche Unterstützung durch den Bund und die Länder angewiesen war. Aktuell gibt es bundesweit rund 1.800 Fördergebiete, in denen die Städtebauförderung zum Einsatz kommt.

In der Öffentlichkeit ist dieses etablierte Instrument der Stadtentwicklung, ohne das so manche Aufwertung von Stadtquartieren nicht möglich gewesen wäre, jedoch nur wenig bekannt. Mit dem nun jährlich am zweiten Samstag im Mai stattfindenden „Tag der Städtebauförderung“ soll sich dies ändern. Den interessierten Bürgern werden erfolgreich abgeschlossene sowie aktuelle Projekte der Städtebauförderung vorgestellt. Gleichzeitig soll gezeigt werden, wie sich Bürger frühzeitig aktiv in die Planungsprozesse einbringen können. Wie wichtig Bürgerbeteiligung als integraler Bestandteil von städtebaulichen Planungen ist, zeigt sich immer wieder. Konflikte können auf diese Weise ausgeräumt werden und Stadtentwicklungsprojekte haben nach der Fertigstellung eine größere Akzeptanz.

Bis Mitte März hatten Städte und Gemeinden die Möglichkeit, ihre Veranstaltungen zu dem Tag anzumelden, so dass diese nun auf der Website zusammengetragen sind und abgerufen werden können.

 Zahlreiche Herausforderungen

Klimaschutz durch energetische Gebäudesanierung, aber auch durch Förderung des Rad- und Fußgängerverkehrs, Stadtentwicklung, die alten- und behindertengerecht ist, die Schaffung attraktiver Innenstädte, um dem zunehmenden Online-Shopping entgegenzuwirken, die Berücksichtigung des Denkmalschutzes, das sind nur einige der Herausforderungen auf dem Weg zu einer möglichst nachhaltigen Stadtentwicklung.

Mehr als 570 Städte in Deutschland beteiligen sich an dem Aktionstag. Und das mit den unterschiedlichsten Veranstaltungen. Beispiel Dortmund: In der immer noch mit dem Strukturwandel beschäftigten Ruhrgebietsstadt werden verschiedene Quartiersspaziergänge angeboten. Auch die Besichtigung einer Großbaustelle auf einer ehemaligen Kokerei gehört dazu. Und beim „Zukunftsforum“, das sich mit den Entwicklungspotentialen des Dortmunder Nordens beschäftigt, können sich die Bürger direkt aktiv einbringen und ihre Ideen und Anregungen äußern. In der am Rande des Ruhrgebiets gelegenen 70.000-Einwohner-Stadt Dinslaken wird es dagegen gemütlich zugehen: dort wird eine vielbeparkte Innenstadtstraße für einen Tag zum Picknickplatz umfunktioniert. Während die Kinder den Straßenbelag mit Kreide bemalen dürfen, können sich die Erwachsenen über den Aktionstag informieren. Die Polizei codiert derweil Fahrräder, um sie gegen Diebstahl zu wappnen.

Quelle: www.tag-der-staedtebaufoerderung.de

 

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