Studie: Verzahnung von ÖPNV und Carsharing ausbauen

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Elektroautos Carsharing
Elektroautos Carsharing

Das Umweltbundesamt sowie das Bundesumweltministerium drängen auf eine verbesserte Verknüpfung von Carsharing und ÖPNV. Hierzu sollte Kommunen ermöglicht werden, im öffentlichen Straßenraum spezielle Stellplätze für das Autoteilen auszuweisen.

Um 6 Millionen Tonnen jährlich kann der CO2 Ausstoß in Deutschland durch einen koordinierten Ausbau von Carsharing und Öffentlichem Nahverkehr gesenkt werden. Dies ergab eine neue Studie, die im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellt wurde. Das entspricht rund vier Prozent der verkehrsbedingten CO2-Emissionen in Deutschland. Hier aber müssen die Rahmenbedingungen stimmen, so das UBA: „Carsharing-Angebote etwa müssen viel besser mit dem öffentlichen Personennahverkehr verzahnt werden, zum Beispiel durch eine höhere Zahl von Carsharing-Stellplätzen an Verkehrsknotenpunkten. Nur wenn es gelingt, Carsharing besser mit Bus und Bahn zu verbinden, wird der Verzicht aufs eigene Auto ausreichend attraktiv“, sagt Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA.

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Stadtwerke wie Augsburg (swa) setzen aus diesem Grund meist auf stellplatzgebundenes Carsharing, bei denen die Fahrzeuge zu dem Stellplatz zurückgebracht werden müssen, an dem sie geliehen wurden. „Auf diese Weise können wir die Synergieeffekte mit Tram und Bus möglichst gut nutzen“, betont swa Geschäftsführer Thomas Casazza. Allerdings dürfen bisher solche Carsharing Parkplätze nur auf pivatem Gelände eingerichtet werden. Denn nach derzeitiger Rechtslage dürfen die Kommunen im öffentlichen Straßenraum keine speziellen Stellplätze fürs Autoteilen einrichten. Das Bundesumweltministerium (BMUB) und der Bundesrat möchten dies bundesweit einheitlich ermöglichen, das Verkehrsministerium blockt jedoch noch ab. Auch der Koalitionsvertrag der Bundesregierung sieht eine solche Initiative vor.

Aktuelle Rechtsgutachten unterstützen diese Position und kommen zu dem Schluss, dass bundeseinheitliche Regelungen in diesem Bereich möglich sind. Dies könnte den Weg für ein seit länger diskutiertes Carsharing Gesetz ebnen und den flächendeckenden Ausbau von Carsharing im Verbund mit dem ÖPNV stärken. Engagierten Stadtwerken wie Augsburg würde damit der Rücken gestärkt. 

 

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