Studie – Mehr Plastik als Fische im Meer…

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Plastikmuell im indischen Ozean bei Malaysia
Plastikmuell im indischen Ozean bei Malaysia

Jedes Mal, wenn wir Einkaufen gehen, bringen wir eine große Menge Plastikmüll in Form der Verpackungen mit nach Hause. Bereits 2050 wird im Meer mehr Plastik schwimmen als Fische. Zu diesem Ergebnis kam im Januar dieses Jahres eine Studie der Ellen MacArthur Foundation.

Nun entwickelt sich zu dieser Prognose ein Gegentrend: Verpackungsfreie Supermärkte.

Das Prinzip ist einfach: Normal haben wir am Ende des Einkaufs alles dreifach verpackt in unserem Einkaufkorb. In den neuen plastikfreien Supermärkten füllt man sich die gewünschte Menge in seine eigenen Mehrwegbehältnisse ab. Dieser wird vor dem Befüllen abgewogen und das Leergewicht später an der Kasse von Gesamtgewicht wieder abgezogen. Durch dieses Wiegeprinzip muss sich niemand im Vorfeld bestimmte Gefäße kaufen, sondern kann ganz einfach seine alten Marmeladengläser oder ähnliches wiederverwenden. Zusätzlich kann dadurch jeder selbst bestimmt, welche Menge er von einem bestimmten Produkt mit nach Hause nehmen will.

Verpackungsfreier Supermarkt Nicola MaßmannAufbewahrt werden die Produkte in großen Behältern aus denen man sich seinen Einkauf in gewünschter Menge abfüllen kann. Die Form dieser Aufbewahrungen variiert je nach deren Inhalt. So werden zum Beispiel Öl und Waschmittel in Kanistern aufbewahrt, die mit einem Hahn zum Abfüllen versehen sind. Getreide und ähnlich feste Produkte lagern dagegen in hohen Behältern, deren unteres Ende zum Abfüllen mit einem Hebel beliebig weit geöffnet werden kann. Die Produktpalette erstreckt sich dabei (von Laden zu Laden verschieden) von den verschiedensten Lebensmitteln, über Putzmittel bis hin zur Kosmetik und vielen weiteren Warengruppen. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.


Verpackungsfreier Supermarkt – Foto: Nicola Maßmann

Neben dem großen Effekt der Reduzierung unseres Plastikverbrauchs, hat diese Art des Einkaufens noch andere Vorteile. Denn im Gegensatz zu festen Verpackungsmengen im normalen Supermarkt füllt man hier nur so viel ab, wie man am Ende braucht. Das Resultat daraus besteht darin, dass weniger Lebensmittel weggeschmissen werden müssen. Eine weitverbreitete Fehlmeinung ist, dass dieses spezielle Einkaufen teurer sein muss, als normal.

Doch genau das Gegenteil ist der Fall, denn der Kunde zahlt nicht nur das Produkt an sich, sondern auch die Kosten für die Verpackung. Da diese Kosten in den plastikfreien Märkten gespart werden, sind viele Produkte sogar günstiger als in den uns geläufigen Supermärkten.

Quellen:
https://utopia.de/ratgeber/verpackungsfreier-supermarkt/
https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/ressourcenschonung/einzelhandel-und-umwelt/nachhaltigkeit/19107.htm
https://www.ellenmacarthurfoundation.org/news/new-plastics-economy-report-offers-blueprint-to-design-a-circular-future-for-plastics 

 

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