Strategien für klimaneutralen Verkehr

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Studie Renewbility III veröffentlicht
Studie Renewbility III veröffentlicht

Wie schafft es der deutsche Verkehrssektor bis 2050 CO2-frei zu werden und gleichzeitig, besonders in den Städten, die Lebensqualität nicht schmälern? Das untersucht das Projekt Renewbility. Die Ergebnisse der bereits dritten Studie wurden vergangene Woche in Berlin vorgestellt. Sie zeigen Möglichkeiten auf, dass nicht nur klimaneutraler Verkehr realisiert werden kann, sondern es ebenfalls positive Auswirkungen auf die Wirtschaft geben könnte.

Als wesentliche Komponente wurde, wenig überraschend, die Elektromobilität herausgestellt. Die Projektpartner – das Öko-Institut, das Institut für Verkehrsforschung im DLR, das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg sowie INFRAS Zürich – entwickelten Strategien, die sich auf Effizient, Elektrifizierung und erneuerbare Energien stützen, um treibhausneutralen Verkehr zu organisieren.

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter stellte die Ergebnisse vor: „Die Optionen sind da, die Chancen für Wirtschaft, Umwelt und die Menschen sind groß. Renewbility zeigt uns: Klimaschutz im Verkehr, das geht! Und zwar ohne Einbußen bei Wachstum und Wohlstand, sondern im Gegenteil mit einem Mehr an Lebensqualität. Beim Klimaschutz im Verkehr geht es nicht mehr um das Ob. Es geht darum, wie wir einen langfristig klimaneutralen Verkehr gestalten.”

Die Ergebnisse zeigen, dass ein vollständiger Verzicht auf Kohlenstoffe im Verkehrssektor mittelfristig möglich ist. Außerdem zeigen sie verschiedene Optionen dafür auf. Es wurden verschiedene Szenarien betrachtet, die bis zum Jahre 2050 zur vollständigen Dekarbonisierung im Verkehrssektor führen. Das bedeutet, dass die benötigte Energie bis dahin über Strom aus erneuerbaren Energien, mit strombasierten Kraftstoffen (mit Strom aus erneuerbaren Energien) oder Biokraftstoffe abgedeckt wird.

In dem Szenario Energieeffizienz etwa führt eine Effizienzsteigerung der Fahrzeuge zu einem sehr hohen Anteil an Elektromobilität. Die verbleibenden Flüssigkraftstoffe werden auf Basis von Strom aus erneuerbaren Energiequellen hergestellt.

In dem Szenario Effizienz plus wurden darüberhinaus – zusätzlich zu den effizienzsteigernden Maßnahmen – Schritte zur Steigerung der Lebensqualität in Innenstädten berücksichtigt.

Bisher war oft angenommen worden, dass die Wende hin zu umweltfreundlichem Verkehr Mobilität einschränken oder die Wirtschaft schädigen würde. Die Ergebnisse von Renewbility III widerlegen diese Annahmen. Sie zeigen, dass klimaneutraler Verkehr sogar wachstumsfördernd sein kann und dabei Mobilität und Lebensqualität verbessert.

Die Ergebnisse in einer Broschüre, Grafiken und weitere Informationen finden sie unter www.renewbility.de .

 Quelle: BMUB

 

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