SolarWorld schafft Begeisterung für erneuerbare Energien

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Immer noch leben auf der Welt unzählige Menschen, die nicht in den Genuss einer geregelten Stromversorgung kommen. Besonders in Afrika ist ein zentrales Stromnetz kaum vorhanden, Bewohner ländlicher Regionen greifen daher auf die Verbrennung wertvoller fossiler Ressourcen zurück – für sie die einzige Alternative, um überhaupt Energie zu gewinnen.

Solarenergie bietet eine ideale Möglichkeit, um diesen Menschen einen Zugang zur Energieversorgung, auch fernab des zentralen Stromnetzes, zu verschaffen. Die Kraft der Sonne bietet sich aufgrund der günstigen Standortbedingungen, die Einstrahlungsrate liegt rund 50% höher als in europäischen Ländern, als „sauberer“ Energielieferant förmlich an.

Eine Idee, der afrikanischen Bevölkerung die Stromerzeugung mittels erneuerbarer Energien näher zu bringen und die Sensibilisierung bei den Einwohnern auf die Wichtigkeit und Chance der klimafreundlichen Energiegewinnung zu steuern, hat die SolarWorld AG anlässlich der Fussball WM 2010. Hohe Eintrittspreise und weite Entfernungen machen es vielen Afrikanern nicht möglich, den Spielen im eigenen Land beizuwohnen. Zu diesem Zweck plant die SolarWorld AG das Aufstellen zahlreicher TV-Stationen, die in etlichen Regionen für solarbetriebenen Fußballgenuss sorgen werden. Betrieben werden diese „Sun-TV-Stationen“ mittels Solarmodulen, die Satellitenempfangsanlage und Fernseher mit der kostbaren Energie versorgen. Bis 2010 sollen eine Vielzahl solcher Anlagen kostenlos aufgestellt werden.

Ob das letztendlich nicht im Widerspruch steht, kann bezweifelt werden. Besonders ländliche Regionen hätten wesentlich mehr davon, wenn sie anstatt des Fernsehers, etwa Licht oder Kühlgeräte betreiben könnten. Die Wichtigkeit von Klima- und Ressourcenschutz rückt für sie in den Hintergrund, die Energie muss einfach bezahlbar sein. Rund 15 Euro geben sie jährlich für die Erzeugung von Strom mittels Dieselgeneratoren aus, im Endeffekt würden sich die Kosten bei der Nutzung von Solarstrom auf das Jahr gesehen halbieren. Das Problem ist die hohe Investitionssumme für den Bau einer solch effektiven Solaranlage, diese wird sofort fällig und nicht wie bei der Nutzung fossiler Brennstoffe wie Diesel, in kleinen bezahlbaren Beträgen.

Hier ist die Regierung gefragt, geeignete und für den Einzelnen mögliche Instrumentarien zu schaffen, um die Investitionsmöglichkeiten auf ein attraktives Maß zu bringen und auf eine nachhaltige, klimafreundliche Energiegewinnung zu lenken.

Judith Schomaker

 

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