SolarContact-Index zeigt gute Zahlen zum Jahresausklang

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SolarContact-Index
SolarContact-Index

Der bisherige Jahresverlauf der Solar-Nachfrage in Deutschland verharrte wie erwartet auf einem niedrigen Niveau. Nach dem Sommer hat sich das Online-Interesse an PV-Anlagen und -Speichern jedoch entgegen dem saisonalen Trend deutlich erholt und das Durchschnittsniveau der vergangenen 12 Monate wieder erreicht bzw. in Bezug auf Stromspeicher sogar verbessert.

Wie in den Vorjahren sank der SolarContact-Index seit dem Frühjahr 2016 saisontypisch kontinuierlich ab. In diesem Jahr fiel die Nachfrage jedoch besonders stark, von 140 Indexpunkten im März bis auf ein Jahrestief von 73 Indexpunkten im August. Anders als in den Jahren zuvor, stieg die Nachfrage nach PV-Anlagen und PV-Stromspeichern allerdings im Herbst wieder deutlich an und konnte mit 104 Punkten den 12-Monatsdurchschnitt knapp überschreiten.

Die starken Schwankungen in der PV-Nachfrage in Deutschland werden noch deutlicher, wenn man nur die Online-Nachfrage nach Solarstromspeichern betrachtet: Im Speicher-Bereich wurde im August mit 64 Punkten ein neuer Negativrekord aufgestellt. In den vergangenen 2 Jahren wurde dieser Wert nur im April 2015 (59 Punkte) unterschritten. Demgegenüber schnellte die September-Nachfrage bereits auf 97 Indexpunkte hoch und erreichte im Oktober mit 119 Punkten nach dem März (157 Punkte) den zweitbesten Wert im Jahr 2016.

SolarContact Index Oktober 2016Deutlicher Anstieg bei der Nachfrage nach PV-Anlagen und -Speichern erkennbar © DDA

Die Ursachen für diesen stark schwankenden Nachfragetrend sind vielfältig. Die Herausgeber des SolarContact-Index sehen vor allem zwei Punkte als mögliche Ursachen für den Aufwärtstrend:

  1. Das begrenzte Förderbudget könnte einen Vorzieheffekt im PV-Speichermarkt ausgelöst haben: Um eine Förderung zu erhalten, muss ein Antrag mit einem entsprechenden Stromspeicher-Angebot vor Beginn der Installation des Speichers bei der eigenen Hausbank gestellt werden. Nach der Förderzusage bleiben dem Antragsteller jedoch 18 Monate bis zur Fertigstellung.
  2. Werbemaßnahmen großer Energieversorger und PV-Anbieter könnten das Thema Solaranlage wieder attraktiver für Endkunden gemacht haben. Im Fokus der Werbekampagnen standen sowohl Komplettanlagen als auch Mietmodelle, die es Kunden deutlich erleichtern, eine Anlage “aus einer Hand” zu erwerben und damit Barrieren abbauen.

Der SolarContact-Index stützt sich auf die Nachfrage nach allen Gewerken rund um Solaranlagen im Internet und wird von der Deutsche Auftragsagentur (DDA) erhoben.

Quelle und weitere Informationen: www.daa.net

 

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