Smart City dank Bürgerbeteiligung

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Das EU-Projekt „smarticipate“ nutzt die Digitalisierung, um Bürger stärker in Entscheidungen für ihre Städte einzubinden
Das EU-Projekt „smarticipate“ nutzt die Digitalisierung, um Bürger stärker in Entscheidungen für ihre Städte einzubinden

Was macht die digitale Stadt zur Smart City? Fragt man Dr. Joachim Rix vom Fraunhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, so stehen Transparenz sowie eine Einbindung und Beteiligung der Bürger an politischen Entscheidungs- und Planungsprozessen weit oben. „Heute laufen Planungsprozesse linear ab: Verwaltungen planen, führen Diskussionen und entscheiden. Werden Bürger, aber auch Politiker, früh mit den richtigen Mitteln ausgestattet, um Entscheidungen gemeinsam voranzubringen, gibt das eine ganz neue Basis für die Gestaltung, eine höhere Akzeptanz und schlussendlich eine fundiertere Grundlage, um sich in seiner Stadt wohlzufühlen“, so Rix.

Das Fraunhofer (IGD) leitet das von der Europäischen Kommission geförderte Beteiligungsprojekt „smarticipate“. smarticipate ist ein von der Europäischen Kommission gefördertes Forschungsprojekt mit 10 Partnern aus 5 europäischen Ländern. Es ist Teil des „Horizon 2010“-Programms. In einem Pilotprojekt wird das Konzept in den Städten Hamburg, London und Rom getestet, das zukünftig als Plattform zur Entscheidungsunterstützung europaweit zum Einsatz kommen soll.

digitale Plattform

Über eine digitale Plattform sollen Bürger an Entscheidungen beteiligt werden
©2016 smarticipate

Basis der Entscheidungsprozesse sind geographischen und andere Datengrundlagen, welche die Städte bereitstellen. Das Konsortium bereitet die teils sehr großen und stets heterogenen Datenbestände so auf, dass Bürger und alle am Entscheidungsprozess beteiligten Akteure einen visualisierten, leicht verständlichen Überblick erhalten – zur Information sowie auch zur Interaktion.

Hamburg als Vorreiter in Sachen Smart City ist die deutsche Pilotstadt für smarticipate. Die Hansestadt stellt ihren Bürgern mit der Plattform ein Tool zur Verfügung, um Standorte für neue Bäume im Stadtgebiet zu finden und gemeinsam Baumarten auszusuchen. In Rom wird smarticipate dazu beitragen, über Neunutzungen leer stehender Gebäude zu entscheiden und Standorte für Urban Gardening-Projekte auszumachen. London geht noch einen Schritt weiter: Auf Basis der vorhandenen Daten sollen die Bürger selbst entscheiden, in welchen Fragestellungen smarticipate Hilfestellung geben kann.

Quelle: http://www.smarticipate.eu/

 

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