Schwimmender Solarpark auf der Themse

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Solarpanel Schwimmend
Solarpanel Schwimmend

Schwimmende Solaranlagen sind kein neue Idee – von Solarinseln auf dem Meer bis zu Energieautarken Wohnformen auf dem Wasser gibt es viele interessante Ansätze. In Großbritannien wird im Mai mit der bisher größten schwimmende Solaranlage der Welt jedoch ein Projekt abgeschlossen, das Pilotcharakter für den Einsatz schwimmender Solarfelder in Ballungsräumen und Flüssen haben könnte.

Das schwimmende Solarfeld auf der Themse soll die Elektrizität für die Wasseraufbereitungsanlagen in und rund um London bereitstellen. Es wurde auf dem Queen Elizabeth Reservoir, rund 20 Kilometer von London entfernt, aufgebaut und besteht aus 23.000 Solarpanels, die auf über 61.000 schwimmenden Plattformen mit 177 Ankern auf ihren Plätzen gehalten werden. Die Gesamtfläche des Solarfeldes beträgt rund 128,3 Hektar und hat einen Umfang von 4,3 Kilometer. Die Kapazität der Anlage liegt bei 6,3 Megawatt, im ersten Jahr soll sie 5,8 Mio. Kilowattstunden generieren.

Das 8,3 Mio. Dollar schwere Projekt soll demonstrieren, welche Vorteile schwimmende Solarfelder gegenüber Landanlagen besitzen. Gleichzeitig ist es Teil der Initiative, mit der der Betreiber, das Wasserversorgungsunternehmen Thames Water, bis 2020 eine Energie-Selbstversorg von 33 Prozent erreichen möchte – derzeit liegt diese bei 12,5 Prozent.

Vorteile schwimmender Solaranalagen

Vor allem die konstante Kühlung durch das unterhalb der Solarzellen fließende Wasser ist einer der wichtigsten Vorteile. Zudem sind schwimmende Solarfelder nach Aussage der Projektverantwortlichen deutlich leichter und billiger herzustellen: die Panels werden auf der Plattform platziert und fließen danach zum Hauptelement, wo sie zusammengefügt und verankert werden. Dies mache auch das Hinzufügen von Panels in der Zukunft sehr einfach.

Bei dem Projekt auf der Themse hat das schwimmende Solarfeld noch eine weitere Funktion: Es schirmt das Wasser vor den Sonnenstrahlen ab und verhindert somit das Algenwachstum.

In Ballungsräumen mit großen Wasserflächen ist die Idee schwimmender Photovoltaik-Anlagen besonders beliebt, da geeignete Flächen für Solarfelder an Land häufig beschränkt sind.

Das Wasser reflektiert zudem die Sonnenstrahlen. Je nach Anlage können so 25 bis 30 Prozent mehr Energie umgesetzt werden als auf dem Land. In Rotterdam und im niederländischen Groningen gibt es ebenfalls Pilotprojekte. Neben der Sonnenstrahlreflexion des Wassers, sollen die Module einiger Pilotanlagen auch automatisch der Sonne entgegen ausgerichtet werden, um den Wirkungsgrad zusätzlich zu steigern.

Quelle: http://thameswater.co.uk

 

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