Ressourceneffizienz ist der Schlüssel

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Ressourceneffizienz
Ressourceneffizienz

Der effiziente Einsatz von Rohstoffen ist grundlegend im Kampf gegen den Klimawandel. Die Jahreskonferenz der Stiftung 2° nahm Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staats-sekretärin im Bundesumweltministerium, zum Anlass das von der Bundesregierung neu aufgelegte Programm zur Ressourceneffizienz „ProgRess“ vorzustellen. Außerdem machte sie die Chancen deutlich, die sich für Klima- und Ressourcenschutz ebenso wie für die deutsche Wirtschaft bieten.

Nach Berechnungen der OECD und des Weltressourcenrats ist es sehr wahrscheinlich, dass sich der globale Ressourcenverbrauch bis 2050 mindestens verdoppelt. Die Folgen sind Artensterben, weiterer Verlust von Biodiversität und noch stärkerer Anstieg der CO2-Emissionen. Für die Umwelt wären die Schäden gravierend.

Schwarzelühr-Sutter: „Ressourceneffizienz ist der Schlüssel für nachhaltigen Klimaschutz. Nur mit einer globalen Ressourcenwende werden wir das 2-Grad-Ziel im Klimaschutz erreichen können. Unser Ziel muss es sein, die Anstrengungen zur Energie- und Materialeinsparung besser zu verzahnen.“

 2012 verabschiedete die Deutsche Bundesregierung daher das Ressourceneffizienzprogramm „ProgRess“. Darin legte sie Leitideen und Handlungsansätze zum Schutz natürlicher Ressourcen fest. Außerdem verpflichtete sich die Bundesregierung dazu alle vier Jahre über die Entwicklung zu berichten, Fortschritte zu bewerten und das Programm weiterzuentwickeln.

Die erste Fortschreibung wurde im März als „ProgRess II“ beschlossen. Inhaltlich ist sie an das ursprüngliche Programm angelehnt. Maßnahmen sind beispielsweise die Effizienzberatung für kleine und mittelständische Unternehmen sowie die verstärkte Beschaffung ressourceneffizienter Produkte oder Dienstleistungen durch öffentliche Einrichtungen. Auch verbesserte Informationen für Verbraucher und erhöhter Wissens- sowie Technologietransfer in Entwicklungsländer sind im Programm niedergeschrieben. 

Für Unternehmen stellt das VDI Zentrum Ressourceneffizienz in einer Kurzanalyse Möglichkeiten vor, die die Verwendung nachwachsender Rohstoffe im verarbeitenden Gewerbe bieten. Schwerpunkt der Analyse bilden Biokunststoffe, Bioverbundwerkstoffe und Bioschmierstoffe. Wichtige Faktoren für umweltschonende Nutzung nachwachsender Rohstoffe sind eine effiziente Nutzung landwirtschaftlicher Flächen ebenso wie eine nachhaltige Produktion.

Schwarzelühr-Sutter: „Ressourceneffizienz kann für Unternehmen ein klarer Wettbewerbsvorteil sein. Der Materialeinsatz beim verarbeitenden Gewerbe in Deutschland macht im Durchschnitt über 40 Prozent der Kostenstruktur in deutschen Unternehmen aus. Daher bieten wir Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung konkrete Beratungsangebote an, um schonender und umweltverträglicher mit Energie und Rohstoffen umzugehen.“

 Quelle: BMUB

 

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