WMO: Rekordanstieg von CO2

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Rekordanstieg von CO2 und CO2-Ausstoß
Für de Einhaltung der Pariser Klimaziele muss der CO2-Anteil gesenkt werden.

Rekordanstieg von CO2: Trotz zahlreicher Maßnahmen steigt die Konzentration von CO2 stetig weiter an. Nun veröffentlichte die Weltorganisation für Meteorologie einen Bericht, nach dem der Anteil von CO2 sogar so schnell angestiegen sei, wie noch nie. Dass die Hauptursache für den hohen CO2-Anteil der Mensch ist, ist jedem bewusst. Doch der aktuelle Rekordanstieg soll nicht nur auf den Menschen zurückzuführen sein.

Mit dem Pariser Klimaabkommen verständigen sich bisher 197 Nationen darauf, die Erderwärmung auf höchstens 2 Grad Celsius zu begrenzen. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist dabei die CO2-Emissionen zu vermindern. Wie gut die jeweiligen Nationen dabei vorankommen – oder auch nicht – wird regelmäßig von Experten und der Presse diskutiert. Um sich weiter über Klimaziele und Klimawandel auszutauschen, treffen sich die Nationen jedes Jahr auf der Weltklimakonferenz. Das diesjährige Zusammenkommen beginnt nächste Woche in Bonn. Nun veröffentlichte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) in Genf passend dazu einen Bericht, dass die CO2-Konzentration im letzten Jahr ein neues Rekordhoch erreicht hat.

Laut der WMO lag der CO2-Anteil 2016 bei 403,3 ppm (Teilchen pro 1 Million), während dieser Wert im vorherigen Jahr noch bei 400 ppm lag. Damit stieg die Konzentration in unserer Atmosphäre so schnell wie noch nie zuvor. Seit 1990 nahm der klimarelevante Treibhausgasanteil in unserer Atmosphäre laut dem Bericht der WMO um 40 Prozent zu. 2,5 Prozent waren es allein in 2016. Für den hohen Anstieg in den vergangenen 26 Jahren ist dabei zu 80 Prozent CO2 der Grund.

Rekordanstieg von CO2 – und warum der Anteil des Treibhausgases so stark stieg:

Ein Viertel unseres Ausstoßes wird dabei von unseren Meeren gespeichert, wodurch diese immer saurer werden. Ein weiteres Viertel wird von der Biosphäre, wie Bäumen und Böden aufgenommen. Die übrig bleibende Hälfte verbleibt in der Atmosphäre. Doch auch wenn den hohen Anteil von Treibhausgasen der Mensch zu verantworten hat, sind wir nicht unbedingt der Grund für diese Rekordkonzentration. Denn die Masse an Emissionen ist nicht derart gestiegen. Der Hauptgrund dafür ist vermutlich das Wetterphänomen El Niño. Denn durch die folgenden erhöhten Temperaturen des Ozeans und Dürren in den Tropen konnten sowohl die Meere als auch die Biosphäre weniger CO2 aufnehmen als normal.

Petteri Taalas warnte deshalb: „Ohne rapide Einschnitte bei CO2- und anderen Treibhausgasemissionen steuern wir bis Ende des Jahrhunderts auf gefährliche Temperaturanstiege zu, die deutlich über den Zielen des Weltklimaabkommens von Paris liegen. Künftige Generationen erben einen deutlich unwirtlicheren Planeten.“

Die Erderwärmung könnte in Zukunft sogar auf 3 Grad steigen. Lesen Sie mehr dazu hier auf CleanEnergy Project.

Quellen: MDR, SZ.de