Puerto Ricos Sturmschäden als Chance für Energiewende

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Wiederaufbau der Stromversorgung soll durch Solarenergie gelingen.
Nach Hurrikan: Puerto Ricos Stromversorgung nun durch Solarenergie gewährleistet?

Ende September fegte Hurrikan Maria über weite Teile der Karibik hinweg. Der Stufe-5-Hurrikan erreichte dabei Spitzen-geschwindigkeiten von 260 Kilometern pro Stunde. Besonders die Insel Puerto Rico wurde schwer verwüstet. Die Energieversorgung des Inselstaates brach komplett zusammen. Bei aller Tragik erweist sich das nun als große Chance für die Energiewende – speziell durch Solarenergie. Verschiedene Firmen aus der Solarbranche kündigten bereits ihre Hilfe an. Tesla etwa will Puerto Rico mit Solaranlagen und Akku-Technologien ausstatten. Auch die deutsche Sonnen GmbH hat damit begonnen, öffentliche Einrichtungen mit Solarenergie auszurüsten.

Tesla hat bereits sogenannte Powerwalls nach Puerto Rico geschickt. Sie sollen in Kombination mit Solarmodulen zumindest teilweise die Stromversorgung auf der Insel gewährleisten. Tesla-Chef Elon Musk hält es außerdem für realisierbar, die gesamte Stromversorgung über Solarenergie laufen zu lassen.

Tatsächlich hat Tesla bereits kleinere Inseln entsprechend ausgestattet. Jüngstes Beispiel ist die Hawaii-Insel Kaua’i. Dort baute man etwa 55.000 Solarmodule und 272 Powerpacks auf. Die Module liefert Solarcity, an der Firma ist Musk ebenfalls länger beteiligt. Vor kurzem wurde sie in den Tesla-Konzern eingegliedert. Grundsätzlich hält der Tesla-Chef eine mittelfristige Realisierung für möglich. Das setzt aber einen Grundkonsens zwischen Regierung, verschiedenen Kommissionen und den Bürgern Puerto Ricos voraus. Der Gouverneur des Inselstaates scheint jedenfalls schon interessiert. Über den Kurznachrichtendienst Twitter verabredeten er und Musk bereits Gespräche.

Auch aus Deutschland kommt Hilfe mit Solarenergie

Ebenfalls am Aufbau einer sicheren Energieversorgung beteiligt sich die Sonnen GmbH. Der weltweit größte Hersteller von Stromspeichern aus dem Allgäu startete die „Puerto Rico Energy Security Initiative“. Im Rahmen derer werden öffentliche Einrichtungen Puerto Ricos mit Microgrids ausgestattet. Sie bestehen aus einer Photovoltaik-Anlage und einer Batterie und können bei Stromausfall eigenständig die Energieversorgung auf Zeit gewährleisten. Besonders in Krankenhäusern, Notunterkünften oder Wasseraufbereitungsanlagen können somit die Stromversorgung aufrechterhalten werden.

„Wir haben uns einen ehrgeizigen Zeitplan für die Errichtung der ersten Systeme gesetzt, weil wir schnell helfen wollen und können. Wir sind vor Ort und wir haben die Technologie, die jetzt benötigt wird. Gerade wenn es um die Bekämpfung der Folgen des Klimawandels geht, steht sonnen zu seiner Vision von sauberer und bezahlbarer Energie für alle“, sagt dazu Christoph Ostermann, CEO der Sonnen GmbH.