Pelletskraftwerk für Zuhause liefert Strom und Wärme

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Die dezentrale Energieerzeugung mittels Mikro-Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist derzeit eines der zentralen Energiethemen. Der Vorteil liegt in einer effizienteren Energienutzung, da die Wärme nicht nur für die Stromerzeugung, sondern auch für die Raumwärme genutzt wird.

Bisher gibt es jedoch nur Systeme, welche fossile Energieträger zur Strom- und Wärmeerzeugung nutzen. So bietet beispielsweise Ökostromanbieter Lichtblick in Kooperation mit VW seit einiger Zeit ein Zuhausekraftwerk mit Erdgas-Motor an. Pelletheizungspezialist ÖkoFen arbeitet aktuell dagegen intensiv an der Entwicklung eines serienreifen Mikro-Blockheizkraftwerks (BHKW), das die in den Holzpettets enthaltene erneuerbare Energie in Wärme und Strom umwandelt.

Stirling-Motor als Herzstück

Zur Stromerzeugung dient ein Freikolben-Stirling-Motor des Herstellers Microgen Engine Corporation aus England, wie er auch in herkömmlichen gasbefeuerten Mikro-BHKW serienmäßig eingesetzt wird. Dieser hat, lauf ÖkoFen, gegenüber Verbrennungsmotoren den Vorteil, dass er vollkommen wartungsfrei, langlebig, geräusch- und emissionsarm ist. Im Pelletskraftwerk integriert liefert er ein Kilowatt elektrische Energie und deckt somit einen Großteil des Tagesstrombedarfs eines Haushalts ab.

Der Betrieb des Systems erfolgt wärmegeführt. Das bedeutet, das Gerät arbeitet, wenn Wärme benötigt wird und produziert gleichzeitig Strom, der entweder gleich verbraucht oder andernfalls in das Stromnetz eingespeist wird.

Kommunikationsstrategie

Um auf sein Pelletskraftwerk aufmerksam zu machen, hat sich ÖkoFen für eine neue Kommunikationsstrategie entschieden. „Bisher konzentrierten sich Unternehmen bei Neuentwicklungen stark darauf, alles geheim zu halten. Wir wählen den neuen Ansatz der Partnerschaft in unserem Entwicklungsprojekt, so wie es auch Teil unserer Unternehmensphilosophie ist. Wir möchten alle beteiligten Partner wie Kunden, Servicetechniker, Mitarbeiter und Kundenbetreuer, aber auch interessierte Tüftler und das versierte Fachpublikum sowie politische Entscheidungsträger für unser Projekt begeistern und in die Entwicklung einer neuen Dimension der Energieversorgung einbinden“, erklärt ÖkoFen-Geschäftsführer Stefan Ortner.

Unter www.okofen-e.com kann die Entwicklung der Pelletsheizung mit Stirlingmotor verfolgt werden.

Natalie Hartmann

 

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